Ausflugsziel Spreewald

Damit seine kranke Mutter (Astrid Sass) nicht merkt, dass die DDR nicht mehr existiert, besorgte ihr Sohn Alex (Daniel Brühl) ihr im vielfach preisgekrönten Film „Good Bye, Lenin“ Gurken aus dem Brandenburger Spreewald. Heute zählen die Gurken zu den wenigen DDR-Produkten, die die Wiedervereinigung überlebt haben und sich noch immer gut verkaufen. 

Als flämische Tuchmacher Gurkensamen aus ihrer Heimat mitbrachten und die Gurken in Essig einlegten, damit sie länger haltbar blieben, begann auch im Spreewald die Saure-Gurken-Zeit. Ihren besonderen Geschmack verdanken die Spreewaldgurken dabei neben Salz und Essig auch Senf, Zwiebeln, Pfefferkörnern und Kräutern wie Dill, Basilikum oder Zitronenmelisse. Durch ein Gütesiegel der Europäischen Union geschützt, sind sie mittlerweile sogar ein kulinarischer Botschafter des Spreewalds, der mit seinem Wasser, den Böden und dem Mikroklima beste Voraussetzungen für den Gemüseanbau bietet. Weshalb es nun auch einen Gurkenradweg durch dieses Biosphärenreservat der Unesco gibt und am 11. August in Golßen das Spreewälder Gurkenkönigspaar gekrönt wird.

Gurkensülze aus dem Spreewald

In Golßen zu Hause ist auch die Golßener Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. Produktions KG, die Gurkensülze mit Bratkartoffeln ebenso anbietet wie die „Tote Oma“, ein Kartoffel-Sauerkraut-Gericht mit Blutwurst. „Der Golßener“, wie sich die traditionsreiche Firma nennt, nimmt auch an der diesjährigen Gastro Vision Roadshow teil, die Ende Oktober in München, Frankfurt/Main und Berlin Station macht.