Gäste-Umfrage

Der Einsatz von Convenience-Produkten in der Profi-Küche wird von Gästen nicht so negativ bewertet, wie manch einer vermutet. Das ergab eine Umfrage des Foodservice-Anbieters Aviko.

Convenience in der Gastronomie? Nur jeder fünfte Gast ist der Meinung, dass das gar nicht geht. Für 21 Prozent ist die Verwendung von Convenience-Produkten in Restaurants uneingeschränkt okay, weitere 60 Prozent machen die Akzeptanz vom Einzelfall abhängig. Am meisten toleriert wird die Verwendung von fertigen Gewürzmischungen (52 %), Pommes frites (47 %) und Dressings (34 %). Unterstellt wird der Einsatz von Convenience-Produkten zudem in hohem Maße bei Soßen (68 %) und bei Suppen (45 %) – obwohl gerade diese von Küchenchefs nach wie vor oft selbst zubereitet werden.

Knapp jeder Fünfte glaubt, dass für Streetfood Convenience-Produkte verwendet werden

Drei Viertel der Befragten vermuteten, dass Kantinen und Autobahnraststätten Convenience-Produkte verwenden, nur jeder Fünfte ging davon aus, dass dies auch in Restaurants üblich ist, und gerade mal 18 Prozent unterstellten das auch Streetfood-Anbietern. Die Frage, ob und wie sicher Gäste ein Convenience-Produkt überhaupt erkennen konnten, blieb dabei offen. 61 Prozent glaubten, dass dies „manchmal“ der Fall sei, und ließen damit eine deutliche Unsicherheit bei der Bewertung gastronomische Produkte erkennen.

Gleichwohl schätzten die Befragten, dass der durchschnittliche Convenience-Anteil in ihrem Lieblingsrestaurant 30 Prozent beträgt und Convenience-Produkte billiger seien (68 %), wegen Personalmangels eingesetzt würden (50 %) oder weil die Köche so mehr Zeit für andere Komponenten einer Mahlzeit hätten (38 %). Nur jeder Fünfte führte das auf mangelnde Fähigkeiten eines Kochs zurück oder auf eine konstante Qualität.

Mit anderen Worten: Gäste stören sich weitaus weniger an Convenience-Produkten als Köche oder Restaurantkritiker.