Familienbetrieb in dritter Generation

Die Delikatessen-Manufaktur Achenbach feiert ihr 65-jähriges Betriebsjubiläum.

Klein und bescheiden fing alles an. 1954, als Deutschland erstmals Fußball-Weltmeister wurde, begannen der Firmengründer Rudolf Achenbach und seine Frau Ingrid in Frankfurt-Unterliederbach mit der Herstellung und dem Verkauf konzentrierter Suppen. Schon bald waren die Produktionsflächen aber ausgereizt, sodass die Fertigung 1961 in ein neues Gebäude verlegt wurde, den heutigen Stammsitz in Sulzbach am Taunus. Auch dort stieß man aber keine 20 Jahre später an seine Grenzen, sodass 1978 ein Neu- und Umbau fällig wurde.

Die Firmengründer — Ingrid und Rudolf Achenbach

Weil Rudolf Achenbach die Nachwuchsförderung ein besonderes Anliegen war, initiierte er 1975 den nach ihm benannten und bis heute jährlich ausgetragenen Wettbewerb für Auszubildende das Kochhandwerks – den Rudolf Achenbach Preis.

Als die Delikatessen-Manufaktur 1979 ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum feierte, holte Achenbach seine Tochter Petra ins damals 28 Mitarbeiter zählende Unternehmen. Die gelernte Bankkauffrau konzentrierte sich fortan auf den Unternehmensausbau, die Ausweitung der Produktpalette und die Akquise nationaler wie internationaler Kunden. Sie war es auch, die später eine moderne EDV einführte und die Ausbildung von Industriekaufläuten und Fachkräften für Lebensmitteltechnik zum festen Bestandteil der Personalpolitik machte.

Firmensitz Sulzbach 1961

Anfang der neunziger Jahre zog sich Rudolf Achenbach aus dem aktiven Tagesgeschäft zurück und übertrug die Unternehmensleitung vollständig an seine Tochter und ihren Ehemann, den Küchenmeister Bernd Moos-Achenbach. Gemeinsam eröffneten sie 1996 einen zweiten Betrieb im benachbarten Bad Soden, wo bis heute tiefgekühlte Geflügelprodukte, Suppen und Flying Buffet-Spezialitäten hergestellt werden.

Initiiert von Achenbach — die Nationalmannschaft der Köche 2005 mit Johann Lafer (vorne rechts)

Auch am Stammsitz in Sulzbach standen alle Zeichen auf Expansion. 2001 wurde dort ein 1.600 qm großer Erweiterungsbau mit neuen Kühl- und Lagerflächen in Betrieb genommen, 2005 und 2010 folgten erneut größere Umbauten und Renovierungen, um rationeller fertigen zu können und technisch auf dem modernsten Stand zu bleiben.

Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Kapazitäten stieg die Belegschaft auf heute 90 Mitarbeiter, die weit über 1000 von der internationalen Küche geprägte Food-Spezialitäten überwiegend von Hand zubereiten.

Rolle-Kartoffeln mit Kale

Nach dreißig erfolgreichen, von Innovation und Expansion geprägten Jahren läuteten Petra und Bernd Moos-Achenbach mit dem Rückzug aus der operativen Geschäftsleitung den nächsten Generationswechsel ein. Ihre beiden ältesten Töchter kamen an Bord. Die Hotelbetriebswirtin Katrin Achenbach ist seit April 2011 für das operative Geschäft mit den Kernbereichen Vertrieb, Marketing, Human Resources und Rudolf Achenbach Preis zuständig. Ihre jüngere Schwester, die Diplom-Betriebswirtin Sandra Moos-Achenbach, trägt die Verantwortung für Administration, IT und Controlling. Und den Bereich Produktion leitet der Koch und Gastronom Hans-Peter Achenbach, der Ehemann von Katrin und Vizepräsident des Verbands der Köche.

Jubiläums-Pasta mit Rote Bete

Gemeinsam setzen sie die Tradition des Familienunternehmens in nunmehr dritter Generation fort und gedenken mit einer Jubiläums-Edition, die von Vorspeisen bis zu Desserts reicht und noch bis Februar 2020 lieferbar ist, der eigenen Geschichte.  

Anstoßen auf das 65-jährige Betriebsjubiläum können Sie Ende Oktober, wenn die Achenbach Delikatessen-Manufaktur mit der Gastro Vision Roadshow in Deutschland unterwegs ist.

 

Fotos: Achenbach Delikatessen Manufaktur