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Der Sommer 2018 sorgte für eine außergewöhnliche Weinernte. Lambrusco ist wieder im Kommen. Und dem Dosenwein steht eine große Zukunft bevor.

Die deutschen Winzer können die Korken knallen lassen. Mit 1,03 Milliarden Litern haben sie seit 1999 nicht mehr so viel Wein und Most produziert, 38 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und der Sommer 2019 verspricht ein ähnliches Ergebnis. Fast zwei Drittel davon sind Weißweine, 37 Prozent wurden mit einem Prädikat ausgezeichnet, der höchsten Qualitätsstufe. Wunderbare Aussichten für jeden Weintrinker.

          

Eine Comeback feiert derweil Lambrusco, ein roter, leicht schäumender Wein, der hauptsächlich in der norditalienischen Region Emilia-Romagna produziert wird und entsprechend gut zu Spaghetti Bolognese passt. Vorbei die Zeiten, da er in 2-Liter-Flaschen abgefüllt und auf Pop-Festivals oder WG-Feten getrunken wurde, weil er so schön billig war. Seit kurzem steht er wieder auf den Karten von Weinbars und ist laut Spiegel Online „gewissermaßen die lässige Antwort auf den bierernsten Rotweintrinker“.

          

Vom Tankstellengesöff zum Food-Trend 2019. Während der Umsatz von Wein aus der Dose  in den USA 2017 um 54 Prozent gestiegen und das Wachstum seitdem zweistellig geblieben ist, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, rümpft der Weinkenner hierzulande noch immer die Nase. Doch es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis man auch bei uns auf einer Party oder bei einem Picknick Dosenwein trinkt, zumal die CO₂-Bilanz einer Dose niedriger ist als die einer Glasflasche.