Förderpreis 2020

Nicht nur die Gewinner profitieren vom Förderpreis der Gastro Vision, sondern auch alle Bewerber, die es ins Finale schaffen.

Allein der Erfahrungsaustausch mit der hochkarätig besetzten Jury ist ein absoluter Mehrwert für jeden, der es bis ins Finale des Förderpreises der Gastro Vision schafft. Denn die Juroren vermitteln den Finalisten Kontakte in die Branche und geben ihnen viele nützliche Empfehlungen und Tipps zur Produktion und zum Vertrieb, sodass manch einer mit einem ersten Auftrag in der Tasche nachhause fährt.

Inzwischen über Berlin hinaus bekannt — Steffen Blunck

Als sich der Berliner Patissier Steffen Blunck vor fünf Jahren um den Förderpreis bewarb, wollte er ihn natürlich auch gewinnen. Doch die Jury entschied sich letztlich für zwei andere Kandidaten: das Start-up Juicify, das eine Möglichkeit entwickelt hatte, den Akku eines Smartphones aufzuladen, indem man es einfach in einem Restaurant oder Hotelzimmer auf den Tisch oder den Nachtschrank legt, ohne dass man ein Kabel oder eine Steckdose benötigt, und den Gastronomen Jörg Blin und dessen Methode, Bierbecher von unten zu befüllen, wodurch der Getränkeumsatz verdoppelt und Personalkosten wie Schankverluste minimiert werden. Blunck profitierte aber trotzdem von seiner Bewerbung und war in den vergangenen Jahren sowohl auf der Gastro Vision Hamburg als auch auf der in Stuttgart mit einem eigenen Stand vertreten. Zudem konnte er auf der Stage of Taste seine Backkunst demonstrieren, sodass weitere Kunden auf ihn aufmerksam wurden.

Der Koch Heiko Antoniewicz wurde besonders kritisch beäugt

Ebenfalls vor fünf Jahren hatte sich auch Heiko Antoniewicz um den Förderpreis beworben – mit seinem selbst kreierten „Magic Flavour No. 1“. Das flüssige Gewürzmittel konnte sich am Ende zwar ebenfalls nicht gegen Jörg Blins neue Methode des Bierausschanks durchsetzen, doch seitdem hat Antoniewicz weitere „Geschmacksverstärker“ erfolgreich auf dem Markt etabliert, und er selbst wurde 2018 zum Nationalhelden des Jahres gekürt.

Paul Bethke bewarb sich 2014 mit einem sozialen Trinkwerk

Im selben Jahr präsentierte Paul Bethke der Jury das „soziale Trinkwerk“ Lemonaid. Diese Bio-Limonade gewann zwar letztlich auch nicht den Förderpreis, wurde aber nicht zuletzt dank der Gastro Vision bundesweit bekannt und steigerte stetig ihren Umsatz.