Chronik der Woche

Schüler meiden das Mensa-Essen. Ein Bremer Supermarkt erlaubt das Containern. Und Die Partei sucht Praktikanten. Die Woche im Überblick.

Laut einer Studie der Hochschule für angewandte Wissenschaft in Hamburg meiden die meisten Schüler das Essen in der Mensa. Zu oft würde Fleisch auf dem Speiseplan stehen, zu wenig Obst und Gemüse wären im Angebot und die Speisen würden zu lange warm gehalten.
Damit Schulen den Schülern eine ausgewogene, abwechslungsreiche und vielfältige Ernährung bieten können, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Richtlinien herausgegeben, die allgemein bekannt sind. Sie werden aber nur von jeder zweiten Schule auch befolgt. So werden sich Schüler wohl auch künftig in Imbissbuden verpflegen statt in der Mensa zu essen.

Schulmensen bieten zu wenig Gemüse an (Foto: Marker)

Legalize Container-Reis

Anders als in Frankreich, wo es verboten ist, Lebensmittel auf den Müll zu werfen, darf man sich in Deutschland nicht mit Lebensmitteln versorgen, deren Haltbarkeitsdatum bereits abgeschritten ist und die somit in der Mülltonne landen. Ein Bremer Supermarkt hat das Containern nun aber trotzdem erlaubt und gibt Tipps, welche Lebensmittel noch genießbar sind und welche man lieber liegen lassen sollte. Des Risikos, dafür bestraft zu werden, ist sich der Geschäftsführer Cornelius Strangemann durchaus bewusst: „Es könnte sein, dass wir haften müssen, wenn jemand gesundheitliche Schäden davonträgt.“

Der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels sieht die Aktion hingegen kritisch. Waren sollten möglichst nicht im Container landen, sondern an wohltätige Organisationen abgegeben werden, die logistisch in der Lage seien, sie an Bedürftige zu verteilen. Der Verband sprach sich gegen eine Legalisierung des Containerns aus und schloss sich damit der Position der Justizminister der Länder an.

Auch die Polizei ist gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln

Beim Kampf gegen Lebensmittelverschwendung seien allerdings nicht nur die Unternehmen gefragt, meint die in Hannover erscheinende Neue Presse. So stammte 2015 mehr als die Hälfte der jährlich weggeworfenen Lebensmittel aus privaten Haushalten. Pro Einwohner wanderten in Deutschland mehr als 80 Kilo Essen jährlich in die Abfalltonne. Der Handel ist lediglich für 4 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel verantwortlich, größere Mengen stammen aus der Landwirtschaft, der Lebensmittelverarbeitung und der Gastronomie.

Zu guter Letzt

Die Partei, nunmehr mit zwei Abgeordneten im Europaparlament vertreten, sucht dringend Praktikanten. Bewerbungen bitte an Smiley@EU-Die Partei.