Chronik der Woche

Energy Drinks gefährden die Gesundheit. Donald Trump belegt deutsche Bierfässer mit einem Strafzoll. Clean Meat ist das Fleisch der Zukunft. Und in der Landwirtschaft kommen weniger Antibiotika zum Einsatz. Die Woche im Überblick.

Jugendliche, die zu viele Energy Drinks trinken, leiden unter Kurzatmigkeit, schwerer Übelkeit, Angstzuständen oder unkontrolliertem Muskelzittern. Darauf wies Andreas Hensel, der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, am Montag hin. Durch das darin enthaltene Koffein erhöhten sich die gesundheitlichen Risiken für das Herz-Kreislauf-System. Ein Energy Drink enthält Spiegel Online zufolge etwa 80 Milligramm Koffein. Die empfohlene Menge für Jugendliche von maximal 150 Milligramm Koffein auf 50 Kilogramm Körpergewicht pro Tag würde also bereits bei zwei Dosen überschritten. Wer dazu noch Alkohol trinke oder schwer körperlich arbeite, müsse damit rechnen, dass die Wirkung des Koffeins dadurch zusätzlich verstärkt wird.

Energy-Drinks können die Gesundheit gefährden

Strafzölle für Bierfässer

Es gibt kein Bier auf Hawaii. Zumindest keins mehr aus rostfreien deutschen Stahlfässern, wenn es nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump geht. Denn in einer neuen Runde des von ihm angezettelten Handelsstreits erheben die USA nun auch darauf Strafzölle. Exporteure hätten die Fässer zu Dumpingpreisen in den USA verkauft, begründete das US-Handelsministerium am Mittwoch den Aufschlag von knapp 9 Prozent. Der amerikanische Fassproduzent American Keg hatte das bereits im vergangenen Jahr gefordert.

Burger 2.0

Veggie ist das neue Tech. Und Impossible Foods ist das wichtigste Technologieunternehmen der Welt. Das glaubt zumindest Patrick Brown von Impossible Foods, der Professor für Biochemie an der Universität Stanford war und sogar mal als Kandidat für den Chemie-Nobelpreis gehandelt wurde. Unterstützt wird er von der Fast-Food-Kette Burger King, die bis Ende dieses Jahres in all ihren Filialen Burger mit pflanzlichen Patties anbieten will. Um Clean Meat in einem Labor herzustellen, werden nur wenige Stammzellen einer Kuh benötigt, die auf einem Nährmedium ohne tierische Bestandteile heranwachsen. Aus einer einzigen Zellprobe, so Die Welt, können bis zu 10.000 Kilogramm Fleisch hergestellt werden. Experten glauben, dass der Anteil der Fleischalternativen in rund zehn Jahren fast 30 Prozent des gesamten Fleischmarkts betragen wird.

Auf der Suche nach dem unmöglichen Burger

Doping-Report

Wie sehr die Landwirtschaft für die Bildung resistenter Keime verantwortlich ist, bleibt weiterhin unklar. Einem Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge werden Tiere auf kleineren Bauernhöfen aber nicht sooft mit Antibiotika behandelt wie auf großen. Schweine und Ferkel wurden 2017 zwar 40 Prozent weniger gedopt als noch 2014, bei Hühnern und Kälbern blieben die verabreichten Mengen an Antibiotika aber unverändert. Problematisch, so die taz, sei auch, „dass rund 40 Prozent der beim Geflügel eingesetzten Menge an Antibiotika zu den sogenannten Reserve-Antibiotika gehören“, Medikamenten also, die besonders wichtig für die Behandlung von Menschen sind. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung trägt dazu bei, dass krankmachende Bakterien unempfindlich gegen die Medikamente werden. In Deutschland sterben jährlich etwa 2.400 Menschen, weil sie sich mit einem resistenten Keim infiziert haben.