Comeback der Getränkedosen

Frauen, die eine Flasche Bier in der Hand halten, sind leichter zu haben. Das ergab eine amerikanische Studie. Derweil feiern Bierdosen in Deutschland ein Comeback.

Den 207 Männern und 191 Frauen, die für eine gemeinsame Studie des polytechnischen Instituts von Worcester und der Universitäten von Iowa und Nebraska befragt wurden, war es egal, ob Männer Alkohol tranken oder nicht. Trinkende Frauen bewerteten sie aber als bereitwillig für schnellen Sex, weil sie oberflächlicher und dümmer seien. Für Jeanine Skorinko, Professorin für Sozialwissenschaften am Worcester Polytechnic Institute, war es somit „schockierend“, dass bereits das Halten einer Bierflasche „die Wahrnehmung von Trunkenheit und sexueller Verfügbarkeit“ steigere. Denn diese Wahrnehmung könne schließlich dazu führen, dass man ihnen sexuell aggressiver gegenübertritt. So gesehen erhält die Aufforderung von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder, „Hol mir mal ‘ne Flasche Bier“, eine völlig neue Bedeutung.

Comeback der Getränkehosen

Ob die Ergebnisse der Studie auch auf Frauen übertragen werden können, die statt einer Flasche eine Dose Bier in der Hand halten, ist nicht bekannt. Die Produktion von Bierdosen ist aber in den vergangenen fünf Jahren wieder sprunghaft gestiegen, nachdem 2002 das Einwegpfand eingeführt worden war und statt 7,5 Milliarden nur noch 200.000 Dosen jährlich verkauft wurden. 2018 wanderten 3,51 Milliarden Getränkedosen über den Ladentisch, von denen 40 Prozent mit Bier befüllt waren. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erklärt die Renaissance auf Welt.de mit einem verringerten und somit umweltfreundlicheren Materialeinsatz. Der ehemalige grüne Umweltminister Jürgen Trittin alias DJ Dosenpfand dürfte sich ob seines schwindenden Vermächtnisses allerdings die Haare raufen.