Die Gastro Vision trotzt der Zeitungskrise

Save the Date: Das Magazin der Gastro Vision wird ab 1. Oktober auch als gedruckte Ausgabe erscheinen. 

Während die Zeitungsverlage über schrumpfende Auflagen klagen und die Redaktionen immer mehr ausgedünnt werden, plant die Gastro Vision wahrhaft Visionäres. Ihr Magazin soll ab Herbst 2019 bundesweit in Bars, Restaurants und Hotels ausliegen und monatlich über neue Dienstleistungen, nachhaltige Produkte, innovative Köche und coole Barkeeper berichten. Herausgeber Klaus Klische: „Die Idee, eine Print-Ausgabe unseres hochgelobten Magazins zu veröffentlichen, entstand zu später Stunde an Götz Rubiens Stammtisch auf der letzten Gastro Vision, ist aber alles andere als eine Schnapsidee. Vielmehr wollen wir damit die Gastro Vision als Marke weiter ausbauen.“

Schnapsidee zu später Stunde

Stefan Schmitz, der auch die Einladungsbroschüren der Gastro Vision gestaltet, wird Art Director des neuen Monatsmagazins. Die Redaktionsleitung übernimmt Hollow Skai, der auch weiterhin die Online-Ausgabe betreuen wird, damit Synergieeffekte genutzt werden können. Und zum Chef der Bildredaktion soll Romanus Fuhrmann ernannt werden, der die meisten Titelbilder des testweise während der Gastro Vision erschienenen Magazins geknipst hat.

Art Director Stefan Schmitz (links) und Redaktionsleiter Hollow Skai

Als Kolumnisten konnten der Raw-Food-Koch Boris Lauser, die Fleisch- und Wurstpäpste Lucki Maurer und Wolfgang Müller sowie der Barkeeper Uwe Christiansen gewonnen werden. Stefan Marquard will Campino von den Toten Hosen über Punk und Pasta interviewen und zeigen, wie man die Küche richtig rockt. Dirk Müller von der Kochbox wird für das Ressort Mode & Verzweiflung exklusive Kochschürzen testen. Hans-Joachim Kunkel soll das Ressort Fish & Chips betreuen, Udo Walter über Neues aus der Welt der Patisserie berichten und Andreas Fraatz zu Deutschlands härtestem Hotel-Tester avancieren. Und für ein dem „Playboy“ nachempfundenes Klappcover, das jede Azubine sich in den Spind hängen kann, wollen Joe Oehler, Frank Pahlke oder Heiko Schulz (Kochbox) alle Hüllen fallen lassen. Etwas Sex hat schließlich noch keiner Zeitschrift geschadet.

Stefan Marquard — unser Experte für Punk & Pasta

„Die Liste unserer Mitarbeiter und Themen”, so Klaus Klische, „zeigt deutlich, wohin der Hase laufen wird. So ein Magazin für Hotellerie, Gastronomie und Catering hat bislang einfach gefehlt auf dem Markt.“ Finanziert werden soll das vorerst kostenlose Monatsmagazin durch Anzeigen, Produktionszuschüsse beteiligter Unternehmen und die Abnahme größerer Kontingente durch Aussteller der Gastro Vision. Weitere Einnahmen verspricht sich der Magazin-Controller Christian Meißner von einer schwäbischen Ausgabe, die jedem Mercedes-Benz beigelegt werden soll, der in Gaggenau vom Band läuft: „Der Daimler und die Gastro Vision passen wie die Faust aufs Auge. Das hat auch unser Shuttle Service gezeigt.“

Vertriebsleiter Sergio Dias (Ausschnitt)

Sergio Dias, der sich um den Vertrieb kümmern wird, freut sich denn auch bereits auf diese selbst für ihn neue Herausforderung: „So eine Challenge hat uns gerade noch gefehlt. Jetzt müssen wir endlich nicht mehr die Zeit zwischen der Gastro Vision, der Roadshow, der Verleihung des Förderpreises und den Kitchen Clubs totschlagen und Däumchen drehen.“ Und Larissa Vicente, künftig auch für die Anzeigenakquise zuständig, ergänzt: „Mir ist ohnehin gerade der Nagellack ausgegangen.“

Magazin für  Mode & Verzweiflung

Allein Hollow Skai ist noch am Nörgeln, weil die Redaktion vorerst nur durch Praktikanten aufgestockt wird. Für Herausgeber Klische ist das aber kein Problem: „Das Übertragen von Aufgaben an Praktikanten hat bislang bestens funktioniert. Hollow Skai ist selbst das beste Beispiel dafür. Never change a winning team.“