Gästen mangelt es oft an Respekt

Dass die Arbeit von Servicekräften in einem Restaurant zu wenig wertgeschätzt wird, zeigt sich spätestens, wenn es ans Bezahlen geht und das Trinkgeld sehr mager ausfällt. 

Investmentmanager müsste man sein. Politiker, Immobilienmakler oder Anwalt. Denn im Gegensatz zu Pflegekräften, Paketboten, Erziehern, Müllwerkern oder Polizisten werden diese Berufe nicht unter-, sondern überbewertet und dementsprechend honoriert. Das ergab eine Umfrage des Portals Gehalt.de.

Beim Trinkgeld hört der Respekt auf

Eine schlechte Bezahlung ist zwar das entscheidende Merkmal für eine fehlende Wertschätzung, beileibe aber nicht das einzige. Weitere wichtige Punkte für einen undankbaren Beruf, so die AHGZ, sind gesundheitliche Risiken, zu viele Überstunden, körperliche Belastungen und eine fehlende Wertschätzung seitens des Chefs sowie ein schlechtes Arbeitsklima.

Guter Service ist kein Menschenrecht

Dass es vor allem deutschen Gästen an Respekt vor überdurchschnittlichen Leistungen mangele und sie diese nur als normal wahrnähmen, hatte der Veranstalter der Gastro Vision, Klaus Klische, bereits im vergangenen Jahr in einem vielbeachteten Gastbeitrag für Cost & Logis kritisiert: „Guter Service ist kein Menschenrecht.” Darin sprach er sich für eine neue Wertschätzung der Hotellerie und Gastronomie aus.