Jahresrückblick (6)

Die Band Feine Sahne Fischfilet gestaltete eine Hotel-Suite. Der CDU-Politiker Friedrich Merz zog sich den Zorn der Hotellerie zu. Und DEHOGA-Präsident Guido Zöllick lobte die Integration von Flüchtlingen in Hotellerie und Gastronomie.

Die Rostocker Punk-Band Feine Sahne Fischfilet war in diesem Jahr nicht nur in aller Munde, weil Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Open-Air-Konzert mit ihr auf seiner Facebook-Seite teilte, das unter dem Motto „Wir sind mehr“ als Reaktion auf die Ausschreitungen in Chemnitz stattfand. Oder weil das Bauhaus Dessau die Aufzeichnung eines Konzertes durch das ZDF aus Angst vor Protesten der rechten Szene absagte. Sondern auch, weil sie im Warnemünder Container-Hostel Dock Inn eine Suite einrichtete und gestaltete, die sogar über einen Plattenspieler, die Lieblingsplatten der Gruppe, eine E-Gitarre und einen Verstärker verfügt.

Suite im Dock Inn Warnemünde

Nach der Wahl von Annegret Kamp-Karrenbauer (AKK) zur neuen CDU-Vorsitzenden konnten Hoteliers und Gastronomen aufatmen. Hatte ihr Konkurrent Friedrich Merz sich doch dafür ausgesprochen,  den 2010 von 19 auf 7 Prozent abgesenkten Mehrwertsteuersatz für das Hotelgewerbe wieder anzuheben, obwohl der zu Investitionen und Neueinstellungen in der Hotellerie geführt hat.

DEHOGA-Präsident Guido Zöllick

In Anwesenheit von AKK und des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner unterstrich der DEHOGA-Präsident Guido Zöllick auf dem Branchentag 2018 des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands noch einmal die „wertvolle Integrationsarbeit“, die Hotellerie und Gastronomie leisten: „Über 30.000 geflüchtete Menschen arbeiten bei uns oder befinden sich in der Ausbildung. Hotellerie und Gastronomie haben kein Problem mit Ausländern, sondern ein ganz gravierendes Problem ohne sie.“ Zudem forderte Zöllick eine praxistaugliche Lösung für flexiblere Arbeitszeiten und eine Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf 7 Prozent, die in der Hotellerie bereits zu einem breiten Wachstum geführt habe: „Für Deutschlands Gastronomen bedeutet der volle Steuersatz einen knallharten Wettbewerbsnachteil, insbesondere gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel und den Lieferdiensten.“

Hier können Sie die ersten fünf Teile unseres Jahresrückblicks nachlesen: 

Teil 1 Nach der Gastro Vision ist vor der Gastro Vision

Teil 2 Sommermärchen für Brauereien

Teil 3 Von Köchen und Küchen

Teil 4 Wir sehen uns vor Gericht

Teil 5 Handel im Wandel