Küchentrends von morgen

Unter dem Titel „Liebling, ich habe die Ananas vakuumiert“ wurde der Koch Heiko Antoniewicz soeben in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ geradezu mit Lob überschüttet. Und das völlig zurecht.

Bei Eintracht Hombruch spielte Heiko Antoniewicz einst Fußball, 20 Jahre, bevor dort Mario Götze auf sich aufmerksam machte. Nach dem Training oder nach Punktspielen lud er seine Mitspieler gerne zu sich nach Hause ein und servierte ihnen Apfelpfannkuchen. Karriere gemacht hat Antoniewicz dann auch als Koch und nicht als Fußballspieler.

Heiko Antoniewicz auf der Stage of Taste 2016

Während Götze seiner einstigen Form noch immer hinterherläuft, nimmt Antoniewicz „unter Deutschlands Spitzenköchen“, so die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, heute eine Sonderrolle ein: „Er ist derjenige mit dem größten Einfluss darauf, welche Trends sich durchsetzen, ob es nun um den Kochstil geht, um die Auswahl der Lebensmittel oder den Einsatz von technischen Hilfsmitteln.“ Der „typische Antoniewicz-Effekt“ sei die „Popularisierung von Elementen der Spitzengastronomie“. Sei der luftleere Raum früher nur etwas für Physik- oder Chemielehrer gewesen und das Sous-Vide-Garen der kulinarischen Avantgarde vorbehalten, kenne sich heute damit jeder „anständige Hobbykoch“ aus — dank Antoniewicz‘ 2012 erschienenem Sous-Vide-Kochbuch.

… und 2018

Einen ähnlichen Auftrieb habe er auch dem Fingerfood und der Fermentation verschafft, der Aromatisierung und Haltbarmachung von Lebensmitteln mit mikrobiellen Methoden. Und zudem sei er ein Vorkämpfer des experimentellen Kochstils der Molekularküche: „Antoniewicz hat jeweils ein bisschen früher als der Rest erkannt, wohin die Reise gehen würde, und dann mit Büchern, Lehrgängen und Rezepten für die Verbreitung der Botschaft gesorgt.“ Nicht zuletzt auch durch seine Koch-Shows auf der Stage of Taste der Gastro Vision, auf der er auch 2019 wieder seine Kochkünste demonstrieren wird.