DEHOGA-Branchentag 2018

Die Rolle der Gastronomie und Hotellerie als Jobmotor und Wirtschaftskraft war am Dienstag Thema auf dem Branchentag 2018 des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) in Berlin.

In Anwesenheit der CDU-Generalsekretärin Annegret Kamp-Karrenbauer und des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner unterstrich der DEHOGA-Präsident Guido Zöllick noch einmal die „wertvolle Integrationsarbeit“, die Hotellerie und Gastronomie leisten: „Über 30.000 geflüchtete Menschen arbeiten bei uns oder befinden sich in der Ausbildung. Hotellerie und Gastronomie haben kein Problem mit Ausländern, sondern ein ganz gravierendes Problem ohne sie.“

DEHOGA-Präsident Guido Zöllick

Auch sonst nahm Zöllick kein Blatt vor den Mund und forderte eine praxistaugliche Lösung für flexiblere Arbeitszeiten und eine Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf 7 Prozent, die in der Hotellerie bereits zu einem breiten Wachstum geführt habe: „Für Deutschlands Gastronomen bedeutet der volle Steuersatz einen knallharten Wettbewerbsnachteil, insbesondere gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel und den Lieferdiensten.“ Die Verdienstgrenze für Minijobber sollte zudem heraufgesetzt werden.

Zugleich sprach Zöllick sich für Entlastungen bei der Bürokratie aus, die ein unerträgliches Ausmaß erreicht hätten: „Das Dickicht wird immer undurchdringlicher. Heute gibt es allein über 20 Dokumentationspflichten.“

Die Ausbildung soll vereinheitlicht werden

Gemeinsam mit der Gewerkschaft NGG überarbeitet der DEHOGA derzeit die Ausbildungsinhalte und strebt ein bundesweit einheitliches Gütesiegel für die Ausbildung an.