Chronik der Woche

Immer mehr Craft-Biere enthalten Cannabis. Kiffer freuen sich auf das Schokoladenfestival chocolArt. In Malmö zeigt eine Ausstellung eklige Speisen. Und Götz Rubien ist nun schon seit sechs Jahren ein Gefangener der Gastro Vision Fraktion.

Bevor 1516 das Reinheitsgebot eingeführt wurde, gehörte Hanf  zu den Basisstoffen — zum Beispiel als Zusatz in der Maische beim Brauen von Bier. Im 19. Jahrhundert erlebte die Cannabispflanze im Bier eine Renaissance, doch dann wurde es 1929 als Betäubungsmittel eingestuft. Seit Hanf  in Deutschland wieder als industrielle Nutzpflanze angebaut werden darf, wird er jedoch wieder zur Herstellung von Back- und Süßwaren, Wurst, Tees oder Bier eingesetzt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.
Immer mehr Brauer experimentieren damit und bringen neue Biere auf den Markt, die nicht mehr dem Reinheitsgebot entsprechen.  So wird auf Usedom das Mellenthiner Cannabis gebraut, das blumig-grasig schmeckt, die Klosterbrauerei Weissenohe in Bayern produziert das Biermischgetränk Cannabis Club Sud und auch beim Münsterländer Hanf handelt es sich nicht um vorgedrehte Joints, sondern um eine Biermarke.

Hemptastic!

Dass Kiffer nach dem Trinken von Hanf-Bier eine leicht berauschende Wirkung wie bei einem Joint verspüren, liegt jedoch daran, dass der Hanfgeschmack bei ihnen Assoziationen zum Joint und eine Placebo-Wirkung auslöst. Denn Nutzhanf darf nur 0,2 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, das beim Rauchen einen leichten Rausch bewirkt.

chocolArt à la Gastro Vision

Paradies für Kiffer

Ihren Heißhunger auf Süßigkeiten können Kiffer vom 4. bis 9. Dezember auf der ChocolArt in Tübingen stillen. Auf diesem internationalen Schokoladenfestival präsentieren über 100 Chocolatiers und Manufakturen  handgeschöpfte Tafeln, Schoko-Cremes, Trinkschokoladen, Pralinen, Trüffel, Nougat, Dragees und Schokobiere in den Geschmacksrichtungen, süß, bitter, herb, scharf und exotisch. Und selbstverständlich auch bio, fairtrade, vegan oder zuckerfrei.

Noch nicht museumsreif — amerikanisches Frühstück

Ekelhafte Ausstellung

Bis Ende Januar ist im Disgusting Food Museum in Malmö noch eine Ausstellung zu sehen, die 80 eklige Speisen aus aller Welt präsentiert. Zum Beispiel den isländischen Gammelhai Hákarl, Frosch-Smoothies aus Peru, Madenkäse aus Sardinien, Hasenköpfe, Bullenpenisse, im Ei gegarte Entenküken, Schweinehirne, Insektenlarven, Durianfrüchte, Tausendjährige Eier aus China oder den japanischen Schlangenschnaps Habushu. Der Kurator Samuel West will damit laut Spiegel Online erreichen, dass Besucher sich nicht nur ekeln, sondern auch fragen: „Was essen wir eigentlich? Wo kommt es her? Und welche Auswirkungen haben unsere Essgewohnheiten auf die Umwelt?“

Freiheit für Götz Rubien!

Gefangener der Gastro Vision Fraktion

Seit 2011 ist Götz Rubien, der Key Account Manager für Hotellerie & Systemgastronomie der Radeberger Gruppe,  nun schon ein Gefangener der Gastro Vision Fraktion. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens von Deutschlands Businessforum für Hotellerie, Gastronomie und Catering im März 2019 soll er einem Kassiber zufolge aber freikommen, damit der Stammtisch Bei Götz nicht verweist bleibt.