Der Fischreport

Mit zunehmendem Alter essen die Deutschen immer mehr Fisch. International gesehen aber immer noch zu wenig. 

Dass Fisch gesünder ist als Fleisch, will man offenbar erst wahrhaben, wenn es schon fast zu spät ist und einem der Arzt empfiehlt, seine Ernährung umzustellen. Denn der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge kauften die Über-70-Jährigen 2017 durchschnittlich neun Kilo Fisch, fast drei Mal so viel wie die 30, 40 oder 50 Jahre alten Verbraucher und vier Kilo mehr als im Bundesdurchschnitt.

Abgeschlagen, aber lecker — Austern

Die Erhebung der GfK brachte aber auch an den Tag, dass zwei Drittel aller Fische und Fischprodukte von den Ü 50 für ihre Familien gekauft werden, während der Anteil von Singles, die immerhin 14 Prozent aller Haushalte darstellen, gerade mal 8 Prozent ausmacht. Allerdings wurde dabei nicht der Verzehr von Fisch in Restaurants oder Imbissen eingerechnet.

Weiterhin der Lieblingsfisch der Deutschen — Lachs

Am liebsten werden noch immer Lachs, Alaska-Seelachs, Hering, Thunfisch und Forelle gegessen, und inzwischen sind die Deutschen auch bereit, mehr für Fisch zu bezahlen, wenn der Lachs nicht von Läusen befallen oder der vietnamesische Pangusius nicht mithilfe von Chemie- und Pharmaprodukten gezüchtet wurde.

Da momentan in China eine erhöhte Nachfrage nach Alaska-Seelachs besteht, könnten demnächst die Fischstäbchen teurer werden. Ein Krabbenbrötchen kostete in diesem Sommer hingegen nicht mehr an die 10 Euro wie im Jahr zuvor, als ungewöhnlich wenige Nordseekrabben gefangen wurden.

In Portugal wird mehr Fisch gegessen als bei uns

International gesehen liegen die Deutschen aber weit hinten. Während weltweit 20 Kilo Fisch pro Kopf verzehrt werden und EU-weit sogar 26 Kilo, kommen wir nicht mal auf 14 Kilo, satte 6 Kilo weniger, als Spanier und Portugiesen im Jahr essen.