Chronik der Woche

Die Einkaufsgesellschaft progros peilt neue Ziele an. Kaffee sorgt für kleinere Brüste. Otto’s Burger dürfen auch künftig so heißen. Geir Olsen will Gletschereis an Bars verkaufen. Spanische Weine wurden beim Etikettenschwindel ertappt. Und Sake versaut die Weinbegleitung. Die Woche im Überblick.

Rund 18 Mio. Euro an direkten Einkaufskosten konnte die Einkaufsgesellschaft progros im vergangenen Jahr für etwa 900 Hotels einsparen, die sich ihrem Einkaufspool angeschlossen haben. Darin enthalten sind auch die Rückvergütungen für getätigte Einkaufsumsätze, die progros bereits im Mai 2018 ausgeschüttet hat. „Wir sind somit pfeilgerade dabei, unser angepeiltes Ziel von 1000 Hotels mit einem Einkaufsvolumen von 250 Mio. Euro im Jahr 2020 zu erreichen”, freut sich der progros-Geschäftsführer Joe Oehler. Und auch Tommi Huuhtanen, Bereichsleiter Zentraleinkauf und seit 1. Juli 2018 Oehlers Kompagnon in der Geschäftsführung von progros, zeigt sich zufrieden: „Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Die Hotels würden ja nicht einkaufen oder sie würden weniger einkaufen, wenn die Produkte und Dienstleistungen der progros-Lieferanten nicht preislich attraktiv wären.”

Joe Oehler

Pfeilgerade ins Jahr 2020 — progros-Geschäftsführer Joe Oehler

Kaffee lässt die Brüste schrumpfen

Kleiner geworden sind hingegen die Brüste von Frauen, die täglich drei Tassen Kaffee trinken. Das wollen schwedische Wissenschaftler der Universität Lund herausgefunden haben. Während übermäßiger Kaffeekonsum die Brüste von Männern wachsen lasse, profitieren Frauen davon aber wenigstens gesundheitlich, weil Kaffee nachweislich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, senke.

Kaffee

Kaffee senkt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken

Otto gegen Otto

Aufatmen kann auch die Gastro-Kette Otto’s Burger, nachdem das Hamburger Landgericht eine Klage des Versandhandels Otto wegen Verletzung ihres Firmenkennzeichens zurückgewiesen hat. Eine Verletzung  liege nicht vor, so das Hamburger Abendblatt, „weil die von den vier Burger-Lokalen angesprochenen Gäste den Firmennamen Otto’s Burger gedanklich nicht mit dem Otto-Konzern in Verbindung bringen würden”.

Otto

Landgericht beendet Burger-Krieg

Geschmacklos

Eiswürfel aus norwegischem Gletschereis will ein Unternehmer mit dem passenden Namen Geir Olsen künftig an High-End-Bars und -Restaurants in London, New York und Dubai verkaufen: „Das Gletschereis hat eine sehr gute Qualität, ist sehr klar und rein, nicht verschmutzt und gibt keinen Geschmack ab.” Die Umweltschutzorganisation Norsk Friluftsliv hält den geplanten Eisabbau hingegen für umweltschädlich, weil „dieses Projekt der stärkste Ausdruck von menschlichem Wahnsinn und Naturzerstörung” sei, wie Spiegel Online berichtet.

Iniesta

Hat keinen Etikettenschwindel nötig — der Syrah des spanischen Fußball-Weltmeisters Andrès Iniesta

Etikettenschwindel

Millionen Liter spanischen Roséweins wurden illegalerweise als französisch verkauft. Das ergab eine Untersuchung der Pariser Wettbewerbs- und Anti-Betrugs-Behörde DGCCRF. Auf den Etiketten habe „Produziert in Frankreich” oder „Abgefüllt in Frankreich” gestanden, heißt es auf Spiegel Online, allein im Kleingedruckten auf der Flaschenrückseite sei von „Wein aus Spanien” oder „Wein aus der Europäischen Union” die Rede gewesen. Zu dem Etikettenschwindel kam es, weil französischer Wein viel teurer ist als spanischer.

Fisch

Fisch passt gut zu Sake, aber …

Philosophische Endstufe

Zu Fisch- oder Spargelgerichten wird in Spitzenrestaurants immer öfter der japanische Reiswein Sake serviert, wie das Lifestyle-Magazin Iconist bemerkt hat. Johannes Schellhorn, Sommelier im Berliner Sternerestaurant „Nobelhart & Schmutzig“, findet diese Entwicklung allerdings „dämlich“, da Sake eine „ philosophische Endstufe der Getränkekultur” und „voller Geschichten, vielfältiger Facetten“ sei. Das sei aber kaum jemandem bewusst: „Das Resultat sind schreckliche Kombinationen, die eine Weinbegleitung insgesamt versauen.“