Chronik der Woche

Der Verkauf von Energy-Drinks soll eingeschränkt werden. Mineralwasser ist meistens gesundheitlich unbedenklich. Und die Pleite der deutschen Fußball-Nationalmannschaft lässt die Bierbrauer Trübsal blasen. Die Woche im Überblick.

Beim Kinder- und Jugendschutz, so die Verbraucherorganisation Foodwatch, hinkt Deutschland hinterher. Obwohl der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) schon seit langem ein Verbot von Energy-Drinks für Kinder und Jugendliche fordert, um sie vor den „fatalen Nebenwirkungen dieser Getränke” zu schützen, geschieht — nichts. Anders in den Niederlanden, wo Aldi und Lidl ab 1. Oktober die koffein- und zuckerhaltigen Getränke nicht mehr an Jugendliche unter 14 Jahren verkaufen wollen. Aldi will damit seine Kunden stimulieren, „eine gesündere Wahl zu treffen”, und Lidl erwägt sogar, künftig auch keine Zigaretten mehr zu verkaufen. In Großbritannien dürfen seit März keine Energy-Drinks mehr an Jugendliche unter 16 Jahren verkauft werden, und in Litauen ist der Verkauf an Kinder und Jugendliche bereits seit 2014 verboten, wie Spiegel Online berichtet, weil sie zu Unruhe, Übermüdung und Herzrhythmusstörungen führen können.

Gesundheitlich unbedenklich — Mineralwasser von Coralba

Gesundheitlich unbedenklich — Mineralwasser von Coralba

Entwarnung

Gesundheitlich unbedenklich ist hingegen in der Regel Mineralwasser — wenn es nicht gerade Keime enthält, die sich negativ auf immunschwache und ältere Menschen sowie Babys auswirken können. Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest war dies aber nur bei einem mit der Note „ausreichend” bewerteten Wasser der Fall. Von den 30 getesteten Mineralwassern mit Kohlensäure schnitten 17 mit der Note „gut“ ab, 11 mit „befriedigend“ und nur 2 mit „ausreichend“. Am besten bewertete die Stiftung Warentest, so Die WeltMineralwasser-Marken von Aldi Süd („Aqua Culinaris Kurfels“ und „Naturalis Vitalbrunnen“), Netto („Naturalis Quintus-Quelle“) und Rewe („Ja! aus der Waldquelle“). Traditionsmarken wie Adelholzener, Gerolsteiner, Alasia und Aquintus schnitten ebenfalls „gut“ ab, sind jedoch teurer.

Gesellschaftlich und gesundheitlich unbedenklich — Viva con Agua

Gesellschaftlich unbedenklich — Viva con Agua

Katerstimmung

In deutschen Brauereien herrscht nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der Fußball-WM Katerstimmung.  Zwar hatte ihnen die WM bereits im April und Mai ein kräftiges Absatzplus beschert, Branchenschätzungen zufolge verringert sich durch das WM-Aus der deutschen Mannschaft schon in der Gruppenphase die verkaufte Biermenge hierzulande aber um mehrere 10.000 Hektoliter – „in jeder der vier Ausscheidungsrunden”, wie Die Welt erfahren hat.

Auf der Gastro Vision 2018 war das Ausscheiden der DFB-Elf noch kein Thema

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