Aktuelle Wochenschau

Ein Aldi-Whisky lag bei einer Blindverkostung vorne. Alkohol macht kreativ. Burger King erregte das Aufsehen russischer Fußball-Fans. Wiberg sorgt dafür, dass Sie speisen können wie ein Zar. Den Deutschen fehlt eine Küchen-DNA. Und die Bierbrauer drücken Jogi Löws Mannschaft die Daumen. Die Woche im Überblick.

Zuerst die gute Nachricht: Das Londoner Whiskymagazin The Spirits Business zeichnete den Highland Black 8 Year Old Scotch Whisky mit einer Goldmedaille aus. Bei einer Blindverkostung  hatte der Billig-Whisky von Aldi, der Aromen von Heidekraut, Erdbeerblätternund Zitronenöl enthält, den Testern ebenso gut gemundet wie die Traditionsmarke Chivas Regal. Und nun die schlechte: Leider gibt es ihn vorerst nur in Großbritannien.

The Spirits Business

Blindverkostung mit überraschendem Ergebnis

Alkohol steigert die Kreativität

Ein Martini zum Mittagessen oder ein Happy-Hour-Cocktail können die Kreativität steigern. Das ergab ein Versuch der Mississippi State University, bei dem 20 angetrunkene Probanden Worträtsel schneller lösten als nüchterne Testpersonen. Während es bei WPP, der größten Werbeagentur der Welt, verboten ist, am Arbeitsplatz Alkohol zu trinken, braut man bei der Konkurrenz, der Hamburger Agentur Jung von Matt, hingegen ein eigenes Bier. Die Studie des Psychologieprofessor Andrew Jarosz ergab aber auch, dass die Probanden schlechte Ideen nicht mehr von guten unterscheiden konnten, wenn sie mehr als o,8 Promille in sich hatten.

Hundeschnaps

Alkohol macht kreativ

Borschtsch gegen Hamburger

Vielleicht kam ja auch so eine Anzeigenkampagne für Burger King zustande, die Frauen die lebenslange Versorgung mit Hamburgern und Geld versprach, wenn sie sich von einem russischen WM-Spieler schwängern ließen, um „die besten Fußballgene zu bekommen” und so die künftigen Erfolgsaussichten für das russische Team zu verbessern. Nach den Erfolgen der Sbornaja gegen Saudi-Arabien (5:0) und Ägypten (3:1) wurde die Kampagne allerdings eingestellt, da sie nicht der Marke und den „Werten” von Burger King entspreche.

Traditionelle russische Rezepte für Borschtsch, Shashlik und Pelmeni adaptierte hingegen das Wiberg Team Inspiration anlässlich der Fußball-WM. Während Borschtsch für Russland das sei, was die Minestrone für Italien ist, und Russen lieber Shashlik grillten als Bratwürste, seien Pelmeni die russische Antwort auf Pasta. Mit der richtigen Würze, heißt es in einer Pressemitteilung, können Sie nun speisen „wie die russischen Zaren”.

Borschtsch

Rezepte zur Fußball-WM in Russland

Wie schmeckt deutsch?

„Wir Deutschen können ein Wirtschaftswunder machen, aber keinen Salat”, lästerte der Schriftsteller Johannes Mario Simmel bereits 1960. Während der französische Präsident Emmanuel Macron seine Gäste vom Pariser Drei-Sterne-Koch Guy Savoy bekochen lässt, lieb(t)en es deutsche Bundeskanzler eher schlicht. Helmut Kohl aß am liebsten Saumagen, Gerhard Schröder eine Currywurst und Angela Merkels Lieblingsgericht ist ein Grünkohl-Eintopf. Trotzdem fehle es an einer deutschen Küchen-DNA, kritisiert Joachim Wissler, der es vom Aufsteiger des Jahres (1994) zum Koch der Köche (2012) gebracht hat, in der „Süddeutschen Zeitung”.

Auch Radeberger drückt morgen der DFB-Elf die Daumen

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Der WM-Effekt

Die Bierbrauer fiebern mit, wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft morgen gegen Schweden spielt, schließlich hängt von ihrem Weiterkommen auch der Absatz von Bier ab. Sollte die DFB-Elf bereits in der Vorrunde ausscheiden, würde sich die verkaufte Biermenge um mehrere 10.000 Hektoliter verringern — „und zwar in jeder der vier K.-o.-Runden”, wie Die Welt kompakt berichtet. Schafft der Titelverteidiger noch die Wende, rechnen die Brauereien „mit einem Plus im hohen einstelligen Prozentbereich”.