Was deutsche Fußball-Fans essen

Die Fußball-WM in Russland wirft ihre Schatten voraus. Immer mehr Restaurants laden zum Public Viewing und Menüs ein, die auf die Gegner des Titelverteidigers Deutschland abgestimmt sind. Doch am Ende gewinnt wieder die Bratwurst.

Bei der WM 2014 in Brasilien hatten Kaffeeröstereien und Pizzalieferdienste noch Hochkonjunktur, was wohl dem späten Spielbeginn aufgrund der Zeitverschiebung geschuldet war. Da benötigte man schon mal einen Kaffee, um wachzubleiben, und am Grill wollte zu so später Stunde auch niemand mehr stehen. Außerdem war vor vier Jahren ja auch noch Italien mit von der Partie.

Bei der WM in Russland dürften deutsche Fans jedoch wieder auf ihre angestammten Ernährungsgewohnheiten setzen. Dass die Bratwurst — ob mit oder ohne Branding von Grillomax — vor dem Spiel gegen Schweden durch einen Köttbullar-Burger ersetzt wird, ist ebenso wenig anzunehmen wie eine plötzliche Nachfrage nach Hoddeoks, koreanischem Street Food, oder gar einer original russischen Borschtsch-Suppe. Allein Nachos und Burritos gelten als Geheimfavoriten — vorausgesetzt Mexiko überlebt die Gruppenphase und qualifiziert sich für das Achtelfinale.

Prince Charming kommt selten allein — Sergio Dias und Christian Meissner backstage auf der Gastro Vision

Das Trainer-Team der Gastro Vision ist bestens vorbereitet auf die WM in Russland

Umfragen zufolge essen Fans bei Spielen der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft vorzugsweise gegrilltes Fleisch (87 %) und Kartoffelsalat (55 %). Fast drei Viertel der Männer trinken dazu Bier, während jede zweite Frau ihr Bier mit Limonade mixt. Zwischendurch werden Chips, Salzstangen und Nüsse geknabbert oder Gummibärchen gekaut. Und bei gutem Wetter ist Eis ein Top-Favorit.

Fans, die gemeinsam mit ihren Kindern die Spiele der DFB-Elf sehen, rät die Zeitschrift „essen & trinken” hingegen zu Fußball-Pfannkuchen. Die kann man nicht nur dem Anlass entsprechend dekorieren, sie können auch bedenkenlos von der gesamten Familie verzehrt werden. Und da kein Spiel von Jogi Löws Mannschaft vor 16 Uhr MEZ beginnt, kann auch hierzulande jeder Fan der Devise treubleiben: Kein Bier vor vier.

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