Aktuelle Wochenschau

Convenience-Produkte sind besser als ihr Ruf. Eier sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Alkoholfreie Biere eignen sich für Radtouren. Und der Online-Handel mit Lebensmitteln stagniert. Die Woche im Überblick.

Convenience war lange Zeit ein Unwort in der Gastronomie, erfährt nicht zuletzt dank des Mangels an Köchen aktuell aber eine Aufwertung. Denn welches Restaurant oder Hotel, Gourmet-Tempel einmal ausgenommen, verfügt schon über so viel Personal, um alles selbst vorbereiten und frisch kochen zu können? Saucen, Fonds und Jus werden immer öfter nicht mehr selbst hergestellt, Rotkohl wird immer seltener eigenhändig gerieben, und statt Rouladen selbst zu klopfen, zu füllen und zu braten, wird immer öfter auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Gleichzeitig achten Convenience-Produzenten wie die Achenbach Delikatessen Manufaktur verstärkt auf die handwerkliche Qualität bei der Verarbeitung und die Nachhaltigkeit des Anbaus der Rohwaren. Auf Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker wird dabei selbstredend verzichtet. Wie man ein Steak brate, lasse sich schnell lernen, meint denn auch der Koch und Foodstylist Andreas Neubauer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Und bei allem anderen helfen die Convenience-Produkte.“

Delice Amarenakirschen und Mascarpone auf Cantuccini von Achenbach

Delice Amarenakirschen und Mascarpone auf Cantuccini von Achenbach

Ach, du dickes Ei!

Auch Eier sind nicht mehr das, was sie mal waren. Wurde bislang meist vor ihrem hohen Cholesteringehalt gewarnt, weil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehe, deuten Studien aus Japan und China darauf hin, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Teilnehmer, die nahezu täglich ein Ei aßen, erkrankten seltener daran als jene, die nur sonntags ein Ei aufklopften. Und auch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, war bei ihnen deutlich geringer. Wie Der Spiegel anmerkt, habe die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) deshalb auch im vergangenen Jahr den Hinweis gestrichen, dass Eier nur in Maßen konsumiert werden sollten.

Glyphosat im Bier schadet weder ihm noch ihr

Perfekter Durstlöscher

Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Rechtzeitig zum Sommer hat die Stiftung Warentest 20 alkoholfreie Biere untersucht, 9 von ihnen mit „gut” und 10 mit „befriedigend” bewertet. Lediglich ein alkoholfreies Bier erhielt die Note „ausreichend”, weil es leicht muffig und gealtert schmeckte und hohe Glyphosatwerte enthielt, berichtet Der Spiegel. Glyphosatgehalte von 30 Mikrogramm pro Liter Bier stellen jedoch kein gesundheitliches Risiko dar. Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereits im vergangenen Jahr feststellte, müsste ein Erwachsener, der 60 Kilogramm wiegt, an einem Tag rund tausend Liter Bier trinken, um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen. Während Marathonläufer darauf verzichten sollten, weil sie zu viel Kalium enthielten, das die Leistungsfähigkeit senke, eigneten sich alkoholfreie Biere jedoch als Durstlöscher bei gemütlichen Radtouren. Darauf ein Jever — Fun natürlich.

Amazon Fresh? Lieber gleich zu Aldi

Amazon Fresh? Lieber gleich zu Aldi

Online-Handel mit Lebensmitteln stagniert

Der Online-Lebensmittelhandel tritt „mehr oder weniger auf der Stelle”. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)  in einer aktuellen Studie. Die Umsätze im Internethandel mit Lebensmitteln seien zwar im ersten Quartal 2018 um gut 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, verglichen mit dem Buchhandel, wo Amazon und seine Konkurrenten zum Teil dreistellige Wachstumsraten vorweisen konnten, falle das aber kaum ins Gewicht. Insgesamt, so ntv, liege der Online-Anteil am Gesamtumsatz mit Konsumgütern des täglichen Bedarfs nach wie vor deutlich unter zwei Prozent. Amazon Fresh lege deshalb ein eher geruhsames Tempo vor, Edeka beschränke sich mit dem Lieferdienst Bringmeister nach wie vor auf Berlin und München, und bei Rewe stagniere die Zahl der von seinem Lieferservice abgedeckten Regionen seit geraumer Zeit bei 75. Auf dem flachen Land habe der Online-Handel mit Lebensmitteln wegen der geringeren Dichte an Supermärkten zwar theoretisch ein größeres Kundenpotenzial als in Städten, wo eine Online-Bestellung oft umständlicher sei als der schnelle Einkauf in einem der vielen Läden in der Nachbarschaft, doch dort rechne sich das Angebot für die Händler häufig nicht, weil die Zustellung bei großen Entfernungen zu teuer sei.

Zu guter Letzt

… und dann war da noch der eifrige Mitarbeiter, der in der Teeküche seiner Firma ein Schild aufhängte, um seine Kollegen zu ermahnen: „Das Geschirr räumt sich nicht von alleine in die Spülmaschine!” Und am nächsten Tag die Antwort erhielt: „Dann sollte es dringend an seiner Einstellung arbeiten.”