Aktuelle Wochenschau

Gin hilft gegen Heuschnupfen. Wasserkefir und Kombucha steigern das Wohlgefühl. Algen sind die Nahrung der Zukunft und Einweg-Kaffeebecher das größte Müllärgernis. Milch wird wieder billiger. Und die Sache mit den Treuepunkten. Die Woche im Überblick.

Wenn die Pollen wieder fliegen, beginnt für Allergiker die schlimmste Zeit des Jahres. Doch sie können nun aufatmen. Gemäß einer Studie der britischen Organisation Asthma UK besitzen Wodka und vor allem Gin eine Wirkung wie ein Antihistamin, was zur Folge hat, dass die Schleimhäute von Menschen, die unter Heuschnupfen oder gar einer Histaminintoleranz leiden, nicht mehr so stark anschwellen. Wenn Ihnen also die Augen jucken, die Nase läuft oder Sie husten müssen, sollten Sie schnell mal einen Gin Tonic trinken, rät Clara Ott in der Welt.

Ich trinke Gin, weil

Ich trinke Gin, weil ich histaminintolerant bin

Exotisch und gesund

Als gesunde Alternative zu Softdrinks gelten hingegen Wasserkefir und Kombucha, die angeblich das Wohlgefühl steigern, Krebskranke heilen und das Leben verlängern. Frederik Eikmanns hat die exotischen Erfrischungsgetränke für die Süddeutsche Zeitung näher untersucht und auch probiert.

Nahrung der Zukunft

„Wenn wir die Menschen satt kriegen wollen, müssen wir uns dem Meer zuwenden”, erkannte schon 1973 Jacques Cousteau, der französische Pionier der Meeresforschung. „Wir müssen es bewirtschaften, wie wir zuvor das Land bewirtschaftet haben.“ Während es vor der chinesischen Küste längst weitflächige Aquakulturen gibt, in denen Fische, Pflanzen und Algen gezüchtet werden, die Synergien bilden und untereinander Nährstoffe austauschen, gelten Algen hierzulande noch nicht als Nahrungsmittel der Zukunft. Oder wussten Sie, dass eine der weltweit größten Algenfarmen sich ausgerechnet in Sachsen-Anhalt befindet? Ulrich Schaper hat sich für die Frankfurter Allgemeine in der Altmark umgesehen und notiert, was Sie schon immer über Algen wissen wollten.

Müll to go

Einweg-Kaffeebecher haben den Hundekot in der Rangliste der größten Müll-Ärgernisse vom ersten Platz verstoßen. Das ergab eine Langzeitstudie der Berliner Humboldt-Universität zum Thema Littering. Die schlimmsten Litterer sind demnach zwischen 21 und 30 Jahre alt, gefolgt von Jugendlichen und über 50-Jährigen, die mit ihren Hunden Gassi gehen und die Bürgersteige verunreinigen. Der Einwegmüll von Lebensmitteln und Getränken sei mittlerweile so voluminös, dass die Mülleimer am Berliner Alexanderplatz inzwischen dreimal täglich geleert werden müssten, wie Stefan Jacobs für den Tagesspiegel herausgefunden hat.

Milch wird wieder billiger

Die Milch macht’s. Und der Discounter Aldi macht sie wieder billiger. Am vergangenen Donnerstag senkte Aldi Süd den Preis für einen Liter Milch um 9 Cent auf nurmehr 69 Cent. Fettarme Milch kostet sogar nur noch 61 Cent. Die von Aldi festgelegten Milchpreise gelten in der Regel als Orientierungswert, sodass viele Supermärkte bald nachziehen dürften, wie ntv berichtete.

Auch Milch sollte ihren Preis haben

Auch Milch sollte ihren Preis haben

Zu guter Letzt

Wie dreist ist das denn? Ein 25-jähriger Mann aus Kassel hat offenbar jahrelang Penny-Treuepunkte angenommen, obwohl er regelmäßig auch bei Aldi einkauft. Das enthüllte nun Der Postillon. „Ich kann das immer noch alles gar nicht glauben”, erklärte die Kassiererin Annegret Baringer dem investigativen Magazin mit versteinerter Miene. „Ich dachte immer, der Herr W. wäre einer unserer treuesten Kunden. Fast jeden Tag kam der hier vorbei und hatte auch immer einen netten Satz auf den Lippen. Dass sich so einer für seine Treue belohnen lässt und dann bei Aldi zweimal pro Woche die EC-Karte reinschiebt … mir fehlen die Worte für sowas.” Die betroffene Aldi-Filiale wollte sich dazu nicht äußern.