Aktuelle Wochenschau

Deutschland importiert so viel Wein wie kein anderes Land. Lidl verkauft jetzt auch Cannabis. Hamburg will Pfandbecher einführen. Die Preise von Lebensmitteln sind gestiegen. Und Thunfisch wird illegal rot gefärbt. Die Woche im Überblick.

Hurra, wir sind Weltmeister! Zumindest, was den Import von Wein betrifft. Denn mit 15,2 Millionen Hektolitern führte Deutschland auch 2017 mehr Wein ein als Großbritannien (13,2 Mio.) oder die USA (11,8 Mio.). Export-Weltmeister wurde hingegen Spanien mit 22,1 Millionen Hektolitern vor Frankreich (15,4 Mio.). Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wollen der Import- und der Export-Weltmeister im Endspiel gegen einander antreten.

Weltmeisterin Anette Closheim

Weltmeisterin Anette Closheim

Lidl dealt jetzt auch mit Hanf

Seit dem 19. April verkauft der Discounter Lidl in ausgewählten Filialen der Schweiz Hanfblüten, die man rauchen kann, deren THC-Gehalt aber äußerst gering ist. Die Pflanzen stammen aus Indooranlagen und enthalten keine chemischen, synthetischen oder genveränderten Zusätze. Die Hanfblüten werden in Mengen von 1,5 Gramm und drei Gramm „zu Lidl-typischen Preisen“ angeboten und kosten umgerechnet 15 Euro beziehungsweise 16,70 Euro. Seit Juli kann man die regional hergestellten Hanfzigaretten bereits in Schweizer Coop-Supermärkten kaufen.
Lidl

Think global, smoke local

Knackige Preiserhöhungen

Die Preise von Lebensmitteln sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 3 Prozent gestiegen. „Weder die Discounter noch die Supermärkte” hätten momentan ein Interesse daran, „unnötig preisaggressiv aufzutreten“, glaubt Matthias Queck von Retailytics, der Analystengruppe der „Lebensmittel Zeitung“. Aktuelle Preissenkungen fielen oft nur homöopathisch aus, während Preiserhöhungen durchaus „knackig“ seien. So koste beispielsweise Thunfisch ein Drittel mehr.

Vorsicht, illegal gefärbter Thunfisch!

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) teilte derweil mit, dass bei Kontrollen im Februar 155 Tonnen frischer und gefrorener Thunfisch getestet wurden. In 15 Fällen konnte nachgewiesen werden, dass Thunfisch illegal rot gefärbt und mit Kohlenmonoxid und Nitrat bzw. Nitrit behandelt wurde oder erhöhte Konzentrationen an Ascorbinsäure und undeklarierte Inhaltsstoffe enthielt.

Bald auch im Pfandbecher — Le Pantagioni

Demnächst auch im Pfandbecher — Le Piantagioni del Caffe

Coffee to go — bald auch im Pfandbecher

Mit einem einheitlichen Pfandbecher will die Stadt Hamburg den Abfall reduzieren. Allein in Hamburg landen jährlich 60 Millionen Coffee-to-go-Becher im Müll. Kaffeetrinker sollen künftig für einen Euro Pfand einen Mehrwegbecher aus recyceltem Kunststoff erhalten, der bei jedem teilnehmenden Geschäft wieder zurückgegeben oder getauscht werden kann, wie die „Hamburger Morgenpost” berichtet.