Aktuelle Wochenschau

Julia Klöckner ist zu gut für die Tonne. Die Spargel-Saison beginnt. Edeka streitet noch immer mit Nestlé. In New York trinkt man neuerdings Cannabis-Kaffee. In Berlin geht man nun „zum Syrer”. Und Klaus Klische und Christian Meissner haben in Portugal jede Menge leere Fässer zurückgelassen. Die Woche im Überblick.

Die neue Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), zeichnete in dieser Woche sieben Unternehmen mit dem Bundespreis 2018 für ihr Engagement gegen Lebensmittelverschwendung aus. In der Kategorie Handel siegte das Berliner Food-Outlet SirPlus, das online Lebensmittel anbietet, die nicht mehr verkauft werden oder in der Produktion aussortiert wurden. Die Gärtnerei Schnelles Grünzeug, die überschüssiges Gemüse konserviert und verkauft, erhielt den Preis in der Kategorie Landwirtschaft & Produktion. Als gastronomischer Betrieb erhielt die Nordsee GmbH den Preis für ihre Doggybag-Stationen in 23 Filialen und in der Kategorie Gesellschaft & Bildung gewann ein Projekt des Regionalen Umweltzentrums Hollen — Wirf mich nicht weg! Zudem wurden drei Förderpreise vergeben: an das Team von DingsDums Dumpling, das aus überschüssigen Lebensmitteln handgefertigte Teigtaschen verkauft, an Crowdbutching.com, das Rinder- und Schweinefleisch verkauft, bevor ein Tier geschlachtet wird, und an die Internet-Plattform Deine Ernte, auf der Gartenbesitzer ihre Ernte und selbst produzierte Lebensmittel anbieten können.

Foto: Thomas Trutschel/ photothek.net

Zu gut für die Tonne — Julia Klöckner (Foto: Thomas Trutschel/ photothek.net)

Augen auf beim Spargel-Kauf!

Woran man frischen Spargel erkennt und wie gesund er ist, wo man ihn kaufen sollte, welche Sorten es gibt und wie zuverlässig der Quietschtest ist, hat die Frankfurter Allgemeine rechtzeitig zur neuen Spargel-Saison in einem Mini-Dossier zusammengefasst.

Edeka versus Nestlé

Entgegen anders lautenden Gerüchten hat sich die Supermarktkette Edeka aber noch nicht mit dem Lebensmittelkonzern Nestlé auf neue Einkaufskonditionen geeinigt, sodass rund 200 Artikel wie Vittel-Wasser, Wagner-Pizza oder Kitkat-Riegel auch weiterhin nicht in den 350 Edeka-Filialen erhältlich sind.

Am Cannabisblatt muss der Barista aber noch üben

Das Cannabisblatt muss der Barista aber noch üben

Cannabis-Kaffee

Eine Möglichkeit, besser mit Stress umzugehen, bietet ein New Yorker Café seinen Kunden, indem es Kaffee mit Cannabis versetzt. Der Cannabis-Kaffee von Caffeine Underground wirkt allerdings nicht berauschend, sondern nur entkrampfend und wird von einer Firma produziert, die auch mit Cannabidiol angereicherte Schokolade, Gummibärchen und Lutscher vertreibt.

Baklava statt Döner

Die Berliner Esskultur, so die Süddeutsche Zeitung, wird immer mehr durch syrische Lokale geprägt, die von Flüchtlingen gegründet wurden. „Zum Syrer” zu gehen, sei inzwischen so selbstverständlich wie zum Griechen, zum Türken, zum Inder oder zum Italiener, und ein gutes Beispiel für eine gelungene Integration.

Christian

„Irgendwie funktioniert das nicht mit meinen Haaren. Das 3-Wetter-Taft hält nichts zusammen.”

Zu guter Letzt

Klaus Klische und Christian Meissner, die Macher der Gastro Vision, haben soeben ihre alljährliche Portugal-Reise beendet — und ein paar leere Fässer Quinta do Mouro zurückgelassen (siehe Titelbild). Der portugiesische Aktienindex stürzte daraufhin ins Bodenlose. Enttäuscht war Meissner auch zunächst von seiner Frisur, an der auch das 3-Wetter-Taft nichts zu ändern vermochte. Erst als der Fotograf Romanus Fuhrmann ihn darauf hinwies, dass er sich das Zeug ins Haar und nicht in die Luft sprayen müsse, saßen seine Haare wieder perfekt.