Meeresspaghetti, Polargurken und das Ei des Kolumbus

Raumfahrtingenieure bauen in der Antarktis Gemüse an. Algen sind das neue Superfood. Und Klaus Klische hat das Ei des Kolumbus entdeckt.

Erstmals konnte im Gewächshaus Eden-ISS der deutschen Polarforschungsstation Neumayer III geerntet werden: 3,6 Kilogramm Salat, 70 Radieschen und 18 Gurken. Ab Mai sollen wöchentlich vier bis fünf Kilogramm Frischgemüse geerntet werden, da die Forschungsstation während des arktischen Winters von der Außenwelt abgeschnitten ist. Entwickelt wurde das Gewächshaus, wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen. Es soll in 15 Jahren Astronauten bei der Erkundung ferner Planeten versorgen.

Gurken

Exklusiv: das erste Foto von Polargurken

Algen sind das neue Superfood

Weil Algen vegan sind, nachhaltig geerntet werden und die Umwelt schonen, gelten sie als das neue Superfood. Dabei hat das Sammeln und Essen von Algen in Irland eine lange Tradition, wie die Süddeutsche Zeitung herausgefunden hat: „Ein dicht bewachsener Felsen an der Küste war einst genauso viel wert wie ein Feld.” Als man bei uns noch zum Pilzesammeln in die Wälder fuhr, ernteten die Iren bereits die Algenbestände an ihren Küsten ab. Mittlerweile ist die Verarbeitung des Meeresgemüses ein lukratives Geschäft. Es gibt asiatisch abgeschmeckte Algensalate, knuspriges Algenbrot und Seepferdchen-Kuchen. Und ein nach der Algenart „Dulse” benanntes Restaurant in Barna bei Galway, das mit seinem Start-up Connemara Food Ventures natürliche Zusätze für die Back-Industrie produziert, will damit die Treibmittel, Geschmacksverstärker und die ganze Chemie überflüssig machen.

 

Das Ei des Kolumbus

In Portugal entdeckt: Das legendäre Ei des Kolumbus

Das Ei des Kolumbus

Fündig geworden ist der Chef der Gastro Vision, Klaus Klische, auf seiner Suche nach dem Ei des Kolumbus. Die irrtümlich mit dem Entdecker Amerikas in Verbindung gebrachte Anekdote darüber war einst von Georgio Vasari (1511 – 1574) kolportiert worden und handelte vom Baumeister Filippo Brunelleschi, der Neider aufgefordert hatte, ein gekochtes Ei auf der Spitze aufzustellen. Als alle gescheitert waren, hatte Brunelleschi ein Ei mit der Spitze auf den Tisch geschlagen, sodass diese leicht eingedrückt war und das Ei stehenblieb. Als seine Gegner protestierten, soll er — wie später auch Kolumbus, der damit die Entdeckung Amerikas meinte — geantwortet haben: „Der Unterschied ist, dass Sie es hätten tun können, ich hingegen habe es getan!“ Brunelleschi erhielt daraufhin den Auftrag, eine Kuppel für den Dom Santa Maria del Fiore in Florenz zu bauen, die in der Tat an ein Ei erinnert, das an der Spitze aufgestoßen ist. Einer in Südamerika kursierenden Version zufolge wurde das Ei aber nicht eingedrückt, sondern in aufgehäuftes Salz gestellt. Und genau dieses Ei entdeckte Klische nun in einem Restaurant in Porto. Das hätten Sie auch finden können? Er hat es getan!

Eine App zählt

So viele Kalorien konnte selbst unsere App nicht zählen

Zu guter Letzt

Auch sonst hält der Chef uns während seiner Dienstreise auf dem Laufenden, welche Speisen und Getränke er gerade auf Herz und Nieren geprüft hat. Und wir müssen dann mithilfe einer neuen App ergründen, wie viele Kalorien seine fotografierten Menüs enthalten. Wie war das noch gleich? Wir hätten die geposteten Mahlzeiten auch gegessen, aber er hat es getan. Neid? Iwo! Viel zu viele Kalorien.