Noch mehr Regeln — der Gesundheit zuliebe

Ab heute gelten für Lebensmittelproduzenten, Restaurants und Imbissbetriebe neue EU-Regeln zur Eindämmung von Acrylamid.

Pommes frites dürfen nicht mehr übermäßig frittiert und müssen bereits so hergestellt werden, dass bei ihrer Zubereitung so wenig Acrylamid wie möglich entsteht. Das besagt eine neue EU-Verordnung, die bereits im Dezember 2017 in Kraft getreten und nach einer viermonatigen Übergangsfrist nun verbindlich ist. Denn Acrylamid, das sich bildet, wenn stärkehaltige Lebensmittel stark erhitzt werden — beim Frittieren, Backen oder Rösten von Kaffee —, gilt als krebserregend.

So sollen Pommes sein

So sollen sie sein — Bio-Pommes von Lutosa

Die neuen Regeln wurden bereits im vergangenen Jahr beschlossen, nachdem freiwillige Maßnahmen von Industrie und Gastronomie nicht den erhofften Erfolg gebracht hatten. Lebensmittelüberwachungs- oder Veterinärämter müssen nun überprüfen, ob sie auch eingehalten werden. Zudem soll der Verbraucher bei Aufbackbrötchen oder Tiefkühlfritten deutlich sichtbar darüber informiert werden, auf welche Temperatur eine Fritteuse vorgeheizt werden muss, damit die Garzeit reduziert wird, dass Ofenerzeugnisse nach der Hälfte der Backzeit gewendet werden müssen, oder dass man einen Frittierkorb nicht überfüllen sollte, damit Kartoffeln nicht übermäßig viel Öl aufnehmen.