Berufsbildungsbericht 2018

Trotz mieser Bezahlung und lausiger Arbeitszeiten würden immer mehr Azubis ihre Ausbildung abbrechen, berichtete kürzlich die Satire-Website „Der Postillon”. Besonders betroffen von Ausbildungsabbrüchen ist die Gastronomiebranche.

Fast jeder vierte Azubi hat im vergangenen Jahr seine Ausbildung abgebrochen. Das ergab der Berufsbildungsbericht 2018, der bislang allerdings nur als Entwurf vorliegt. Ihm zufolge haben sogar jeder zweite Koch und die Hälfte aller Restaurant-Fachkräfte die Lehre vorzeitig geschmissen.

Düstere Aussichten — eine Küche ohne Köche

Was nützt die schönste Küche, wenn es keine Köche mehr gibt?

Worüber sich Der Postillon lustig machte — „Seit wann reichen schlechte Arbeitsbedingungen und unterirdische Bezahlung in Höhe von 460 Euro monatlich nicht mehr als Motivation?” — ist also bitterer Ernst. Elke Hannack vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) forderte die Bundesregierung deshalb auf, die geplante Mindestvergütung für Azubis zügig durchzusetzen, wie die AHGZ berichtet. Denn dort, wo die Vergütung besonders niedrig ist, seien die Abbrecherquoten extrem hoch, weil die Azubis mit dem kargen Lohn nicht über die Runden kämen.