Aktuelle Wochenschau

Die Gastro Vision @ Intergastra öffnet ihre Pforten. Immer mehr Reisende sind dement. Und Bierbikes sollen verboten werden. Die Woche im Überblick.

Nur noch ein Tag, dann zeigt die Gastro Vision Stuttgart, wo der Bartel den nachhaltig produzierten und fair gehandelten Most holt. Oder die Bionade, die nicht mehr von der Radeberger Gruppe, sondern von den Hassia Mineralquellen ökologisch zertifiziert wird.

Da geht's lang

Da geht’s lang …

Die Schweizer „Chocolate Family” Läderach präsentiert „Säckli mit 11 Herzli” zum Valentinstag. Im Extraction Lab werden mit den Kaffeemaschinen von Rancilio ver­schiedene Sorten getestet, um darzustellen, wie entscheidend die richtige Temperatur beim Brühen die Qualität eines Espressos, Cappuccinos oder Café Creme beeinflusst. Die Food-Experten der Fresh Food Services sorgen frisch, flexibel und schnell für immer neue Überraschungen. Recke portioniert Fleisch- und Wurstwaren nach gewünschten Größen. Das 1957 im Schwarzwald gegründete Unternehmen Testo stellt seinen Frittieröltester vor. A.L. Hoogesteger schenkt Smoothies und frische Säfte aus. GS1 Germany wickelt das Stammdatenmanagement elektronisch ab. Der Hilcona Foodservice stellt Schweizer Pastakunst aus. Und der Halton Foodservice schließt den Kreis in der High Kitchen Performance.
So bunt und vielfältig wie die dort ausstellenden Unternehmen ist auch das Programm auf der Stage of Taste, wo Sie Heiko Antoniewicz, Lucki Maurer, Stefan Marquard, Tim Herrmann und der Kochbox beim Kochen über die Schulter gucken oder an der Cognitive Bar von Philosoffee sich einen Signature Drinks auf der Basis von Koldbrew-Kaffee und –Tonic sowie Licor 43 mixen lassen können. Auf geht’s!

... die Treppe hoch ...

… die Treppe hoch …

Hat das jemand vergessen oder kann das weg?

„Was bringt jemanden dazu”, hat sich Sönke Krüger in der Welt gefragt, „im Hotel eine acht Meter lange Starchaser-Rakete zu vergessen, 84 Paar Bauarbeiterstiefel, einen mit Swarovski-Kristallen bestickten Brautmantel, sechs dekorierte Weihnachtsbäume, ein quiekendes Kaninchen oder einen lebensgroßen Starschnitt von Brad Pitt?” Und wie hat eigentlich jener Passagier das Flugzeug verlassen, der seine Beinprothese im Gepäckfach liegen ließ?
Jeder vierte Flugbegleiter hat schon mal einen Reisepass oder ein Handy beim Aufräumen gefunden. Und dass Passagiere Handschellen oder Glasaugen im Gepäckfach vergessen haben, ist auch schon vorgekommen. Sönke Krügers Beitrag über bizarre Funde in Hotels und Flugzeugen legt somit die Vermutung nahe, viele Reisende seien so dement, dass sie gar nicht mehr wissen, was sie mit sich führen.
Besonders schusselig sind offenbar US-Amerikaner. Fast 40 Prozent von ihnen verlieren mindestens zweimal im Jahr etwas, das mehr als 250 Dollar wert ist, oft elektronische Geräte oder Laptops, die ihnen doppelt so häufig abhanden kommen wie Deutschen. Allein auf Flughäfen werden Woche für Woche 12.000 herrenlose Laptops gefunden werden, sodass man sich im Prinzip den Weg zum nächsten Apple-Shop oder Elektronikhändler sparen könnte. Fahren Sie einfach zum nächsten Airport — irgendwer wird schon sein neues MacBook vergessen haben.

... und dann sind Sie schon am Ziel Ihrer Träume!

… und dann sind Sie schon fast am Ziel Ihrer Träume!

Spießer wollen Bierbikes verbieten

In Hamburg wurde das Bierbike bereits verboten, und der Berliner Senat entscheidet am kommenden Dienstag, ob Mehrpersonenfahrräder mit Zapfanlage künftig auch in der Hauptstadt nicht mehr auf die Straße dürfen. Vor allem der grünen Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, die mehr „Qualitätstouristen” nach Berlin locken will, ist „die beste Erfindung seit dem Auto”, so der Bierbike-Erfinder Zwier van Laar, ein Dorn im Auge. Im Interview mit der Welt schlägt van Laar nun gegen die Spießer zurück: „Warum sollte man Bierbikes verbieten? Es gab in der Vergangenheit kaum Unfälle, die Geschwindigkeit ist sehr niedrig, die Leute halten sich während der Fahrt fest. Wo ist das Problem?” Dass Passanten die betrunkenen Radler nervig fänden, ist für ihn kein stichhaltiges Argument: „So ein Bierbike transportiert 20 Liter Bier und hat Platz für bis zu 15 Personen. Jeder trinkt also höchstens 1,33 Liter – und die Fahrt dauert anderthalb Stunden, man muss das Bier also nicht runterstürzen.” Außerdem bleibe der Lenker eines Bierbikes stets nüchtern und passe auf, dass nichts passiert. Wer ein Bierbike miete, sei zwar nicht gerade der größte Museumsgänger und besuche keine Klassikkonzerte, sondern wolle nur ein bisschen feiern und abschalten. „Zu sagen, solche Leute wolle man nicht haben”, sei jedoch intolerant. „Eine Stadt sollte offen für alle sein. Auch für die, die gern mal einen trinken.” Wo er Recht hat …