Aktuelle Wochenschau

Gute Vorsätze. Psychopathen trinken gerne Kaffee und Gin. Der Lachs wird billiger. Und Konsumenten reden sich ihre Ernährung schön. Die Woche im Überblick.

Viel vorgenommen hat sich für dieses Jahr eine Foodbarn-Autorin mit dem dazu passenden Namen Laura Vorsatz. 2018 will sie „weniger schlechtes Bier” trinken, und auch für schlechten Wein sei das Leben zu kurz. Damit das Kochen Spaß macht, empfiehlt sie scharfe Messer. Im Supermarkt will sie kein Fleisch mehr kaufen, das Brot lieber selbst backen und Kartoffelchips, gebrannte Mandeln, Sandwiches oder Burger selbst zubereiten. Ob sie auch aufhören will, zu rauchen, verrät sie aber nicht.

Burger

Guter Vorsatz für 2018: Burger selber zubereiten

Kaffee und Gin machen irre

Einer Studie der Universität Innsbruck zufolge weisen Menschen, die bittere Getränke mögen, „dunkle“ Persönlichkeitszüge auf. Sie strebten rücksichtslos nach Macht, seien psychopathisch, sadistisch oder narzisstisch veranlagt. Die Wissenschaftler vermuten, dass sie von Kaffee oder Gin Tonic einen Kick bekämen, weil der Mensch einen bitteren Geschmack instinktiv mit Gefahr verbindet – die Natur signalisiere so, dass etwas giftig oder verdorben sein könnte. Gin- und Kaffeeproduzenten können jedoch aufatmen: Laut der Hamburger Morgenpost würden diese geschmacklichen Vorlieben nicht ausreichen, um bei Gin- oder Kaffee-Konsumenten echte Persönlichkeitsstörungen zu diagnostizieren.

Tanqueray No 10

Norman Bates lässt grüßen — Gin weckt den Psychopathen in uns

Lachs wird billiger

Etwa 14 Kilo Fisch isst jeder Deutsche pro Jahr. Dabei stammt der Fisch immer seltener aus dem Meer, sondern wird in Aquakulturen gezüchtet. Wobei China die Rangliste der Fischzüchter mit weitem Abstand vor Chile, Norwegen und Japan anführt. Deutschland belegt lediglich Rang 16. Der weltweite Fischbedarf von rund 174 Millionen Tonnen wird in diesem Jahr nach Prognosen der OECD noch zu 53 Prozent aus Fischfang, aber bereits zu 47 Prozent aus Fischzucht gedeckt. Was zur Folge habe, so Die Welt, dass die Lachspreise in diesem Jahr um 18 Prozent fallen würden.

Nur der Lachs wird billiger

Nur die Hälfte der Fische wird noch gefangen

Im Schummeln eine Eins

Der Ernährungsreport 2018 der Bundesregierung basiert offenbar auf falschen Angaben der 1017 befragten Teilnehmer. So gaben 92 Prozent von ihnen an, Wert auf gesundes Essen zu legen, dabei das Tierwohl im Auge zu haben, regelmäßig selbst zu kochen und viel Gemüse zu essen. Das Kaufverhalten der Bundesbürger sieht jedoch anders aus. Der Bio-Anteil von Fleisch liegt laut Spiegel Online bei mageren 5 Prozent, dass 43 Prozent der Befragten täglich zu Hause kochen wird durch ähnliche Umfragen widerlegt, und der Absatz von Fertiggerichten hat sich seit 2005 fast verdoppelt.

Gemüse

Wer’s glaubt: 92 Prozent essen viel Gemüse