Aktuelle Wochenschau

Uruguay stellt neuen Weltrekord im Grillen auf. Beyoncé mag kein Bier. Und  eine Gartenlaube wird zum bestbewerteten Restaurant Londons. Die Woche im Überblick.

Neuer Weltrekord im Grillen

Nicht nur auf dem Fußballplatz, auch am Grill stehen sich Argentinier und ihre Nachbarn aus Uruguay feindlich gegenüber, wie die Frankfurter Allgemeine berichtet. Denn so wie der Fußball ist auch das Grillen ein Nationalsport, in dem nun wieder Uruguay vorne liegt, nachdem 100 Köche 16,5 Tonnen Fleisch an nur einem Wochenende gegrillt haben und deshalb ins „Guinness Buch der Rekorde” aufgenommen werden. Wobei der Guinness-Rekord die Köche gar nicht interessierte, sie wollten den Argentiniern nur zeigen, dass sie ein noch größeres Grillfest ausrichten können. In Uruguay gibt es übrigens drei Mal mehr Rinder als Einwohner. Vielleicht rührt daher ja der Minderwertigkeitskomplex, der solche Exzesse nach sich zieht.

Brasilien

Geheimfavorit der nächsten Grill-WM: Brasilien

Wie naiv ist das denn?

Eine New Yorker Brauerei ließ sich von der Pop-Sängerin Beyoncé Knowles zu einem Bier inspirieren und verkaufte es unter dem Namen „Bïeryoncé“ — und wundert sich nun, dass deren Anwälte es ihr untersagen. Wie das Musikmagazin Pitchfork berichtet, hatte die Brauereibesitzerin Katarina Martinez damit nicht gerechnet: „Wir sind enttäuscht, dass sie es nicht als Kompliment genommen hat.“ Aber wer sagt denn, dass sie das nicht getan hat? Vielleicht wollte sie ja nur nicht ihren Namen kostenlos für Bierwerbung hergeben. Erst dummdreist versuchen, von ihrem Namen zu profitieren, und dann beleidigt sein — was ist nur aus God’s own Country geworden?

Der brave Soldat Schwejk ist jetzt Engländer

Die Frage, wie sehr man Bewertungsportalen trauen kann, stellte sich spätestens, als bekannt wurde, wie Hotels sich gegen Bezahlung bessere Bewertungen verschaffen. Nun hat der englische Journalist Oobah Butler seine Gartenlaube zum bestbewerteten Restaurant von London gemacht — ohne je einen Gast bewirtet zu haben. Für das erfundene Restaurant The shed at Dulwich benötigte er lediglich eine Website, eine Telefonnummer und eine etwas ungenaue Adresse, damit man es nicht finden konnte. Das Schreiben der Bewertungen machte ihm ebenfalls keine Mühe, hatte er doch schon zuvor jedes Restaurant, das ihm zehn Pfund zahlte, positiv bewertet, ohne jemals dort gegessen zu haben.