Aktuelle Wochenschau

Hopfenbauern profitieren vom Trend zum Craft-Bier. Alkohol macht Frauen sexy. Alete-Keks nicht mehr babygerecht. Shitstorm wegen Glyphosat. Die Woche im Überblick.

Die Deutschen trinken immer weniger Bier, der Trend zum Craft-Bier sorgt aber dafür, dass 2018 mehr Hopfen angebaut wird. Bereits in diesem Jahr wuchs die Anbaufläche um fünf Prozent auf knapp 20.000 Hektar, im nächsten Jahr soll sie gar verdoppelt werden. Damit soll dem Bedarf der Mikrobrauereien nachgekommen werden, deren Biere einen weitaus höheren Hopfengehalt haben als die von Großbrauereien. Spiegel Online zufolge haben Hopfenbauern schon jetzt ihre Ernte des Jahres 2025 verkauft. Wegen der Kälte im Frühjahr und der langen Trockenheit im Sommer war die Ernte in diesem Jahr aber nur durchschnittlich ausgefallen, sodass auch weiterhin mit Lieferengpässen gerechnet werden muss.

Egal was, Hauptsache, frau kann sich schöntrinken

Wow! Alkohol macht Frauen sexy und Männer aggressiv

Alkohol macht Frauen sexy 

Bier und Weißwein dienen der Entspannung. Rotwein macht lethargisch. Und Spirituosen sorgen dafür, dass man sich energiegeladen und sexy fühlt. Je öfter man Alkohol trinkt, desto stärker wird der dadurch ausgelöste Stimmungswechsel empfunden. Das ergab eine Studie der walisischen Gesundheitsexpertin Kathryn Ashton und Kollegen vom Public Health Wales NHS Trust in Cardiff und vom King’s College London, über die Die Welt berichtet. Allerdings trifft dies vorzugsweise auf Frauen zu, die sich nach allen möglichen Drinks entspannter, selbstbewusster  und sexy fühlen, während Männer nach dem Genuss von Alkoholika eher zu Aggressionen neigen. Mit anderen Worten: Wer eine Dame mithilfe von Schnäpsen erobern will, sollte sich selbst lieber beim Trinken zurückhalten. Denn welche Frau, die gerade zur Höchstform aufläuft, will schon einen aggressiven, betrunkenen Kerl abschleppen?

Schwäbisch-Kurs zur Intergastra

Alde Henna ond alde Kiah gäbad ofd dia beschde Briah — Alte Hennen und alte Kühe geben oft die beste Brühe.

Keks von Alete nicht mehr babygerecht

Zum dritten Mal in acht Jahren wurde der Hersteller von Babynahrung, Alete, von der Verbraucherschutzorganisation FoodWatch mit dem Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres ausgezeichnet. Nach 2014 und 2015, als kalorienreiche Trinkmahlzeiten den Schmähpreis gewannen, weil sie zu viel Zucker enthielten, konnte sich in diesem Jahr ein Alete-Keks gegen die Konkurrenz durchsetzen, ein Becel-Pflanzenöl von Unilever, eine Ochsenschwanzsuppe von Lacroix und ein „Urlegenden-Müsli” von Kellogg’s. In einer Pressemitteilung wurden die von FoodWatch erhobenen Vorwürfe zwar als „nicht nachvollziehbar, unsachgemäß und unberechtigt” zurückgewiesen, bereits nach der Nominierung hatte die Drogeriemarktkette Rossmann aber ein ähnliches Produkt, den „Babydream Bio Kinderkeks”, aus den Regalen geworfen, wie „Die Welt kompakt” berichtet. Und nach dem nicht ganz überraschenden Gewinn der unbegehrten Trophäe versprach Alete, das Etikett zu überarbeiten und den Keks nicht mehr als „babygerecht” zu bezeichnen.

Kekse, Kekse ... es geht auch anders.

Es müssen ja auch nicht immer Kekse sein …  (Foto: Jenny Wübbe)

Zu guter Letzt

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt (CSU), musste in dieser Woche seine Facebook-Seite schließen, weil er mit seinem Brüsseler Alleingang, den Einsatz des „wahrscheinlich krebserregenden” Unkrautgifts Glyphosat EU-weit auch weiterhin zu erlauben, einen Shitstorm provoziert hatte.  Die Missachtung der Richtlinienkompetenz von Kanzlerin Angela Merkel und einer Weisung von Kanzleramtsminister Peter Altmaier vereinfacht nicht gerade die Verhandlungen zwischen der CDU und der SPD in Sachen GroKo. In jedem anderen Betrieb hätte man Schmidt dafür schon längst gefeuert. Uns stellt sich hingegen die Frage: Welchen Unsinn denkt sich die CSU als nächstes aus? Eine Herdprämie? Eine Autobahn-Maut? Eine Obergrenze für Asylsuchende? Ach nee, das hatten wir ja schon.