Aktualisierte Ernährungsregeln

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre 10 Regeln auf den neuesten Stand gebracht, damit Verbraucher sich gesund ernähren. 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

1. Da ein ausgedehnter Verzehr von Kohlenhydraten das Abnehmen erschweren und zu Diabetes führen kann, werden nun nicht mehr Getreideprodukte und Kartoffen empfohlen, sondern Lebensmittel aus Vollkorn, die länger sättigen und mehr Nährstoffe enthalten als Weißmehlprodukte. Ballaststoffe aus Vollkorn würden zudem die Risiken für Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

2. Da Cholesterin sich bei den meisten Menschen nur unwesentlich auf den Cholesterinspiegel im Blut auswirkt, rät die DGE nicht mehr, Eier und Fett maßvoll zu konsumieren. Denn wer ganz auf Fett verzichtet, nimmt oft auch zu wenig ungesättigte Fettsäuren auf, wie sie in Lein-, Raps- und Olivenöl, Nüssen oder fettem Fisch vorkommen. Versteckte Fette in Wurst, Gebäck, Süßwaren, Fast Food und Fertigprodukten sollten hingegen weiterhin gemieden werden.

3. Galten Vollmilchprodukte bislang wegen der darin enthaltenen gesättigten Fettsäuren als ungünstig, rät die DGE nun nicht mehr zu fettarmen Produkten, da Vollmilch sich jüngeren Studien zufolge positiv auf Herz und Gefäße auswirkt und das Diabetes-Risiko senkt.

Drei Mal am Tag

Gemüse sollte man drei Mal am Tag essen

4. Da der Fruchtzuckergehalt mancher Obstsorten dick machen kann, werden nun nicht mehr fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag empfohlen, sondern nur noch zwei und mindestens drei Portionen Gemüse, wozu auch Linsen, Kirchererbsen und Bohnen zählen, also Gemüsesorten, die reich an Ballaststoffen und Eiweiß sind.

5. Fleisch enthält zwar Eisen, Selen und Zink, mehr als 600 Gramm sollte man aber nicht pro Woche zu sich nehmen, weil auch gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Purine darin enthalten sind.