Aktuelle Wochenschau

Studenten sollten mehr Alkohol trinken. Kinderärzte warnen vor veganer Ernährung. Flüssigeier enthalten Läusegift. Deutscher Käse erobert die Schweiz. Und Winzer müssen in den USA nun mit Marihuana-Pflanzern konkurrieren. Die Woche im Überblick.

Zuerst die gute Nachricht: Laut einer neuen Studie des dänischen Evaluations Instituts (EVA), für die 14.000 Studenten befragt wurden, brechen deutlich weniger ihr Studium ab, wenn sie regelmäßig Alkohol trinken. Entscheidend dafür sei allerdings nicht die Wirkung von Bier, Wein oder Schnaps, sondern das Trinken in geselliger Runde, weil dadurch der Kontakt zu den Kommilitonen nicht abbreche. Wer hingegen betrunken in die Vorlesungen torkele, könne keine Leistungen abrufen und laufe Gefahr, exmatrikuliert zu werden. (Spiegel Online)

Liebe Studenten, kein Alkohol ist auch keine Lösung!

Liebe Studenten, kein Alkohol ist auch keine Lösung!

Und nun die schlechte: Renommierte Hamburger Kinderärzte warnen Eltern davor, ihre Kinder ausschließlich vegan zu ernähren. Denn wenn stillende Mütter auf tierische Nahrungsmittel verzichteten, litten Säuglinge oft unter schwerem Vitamin-B12-Mangel. Die Vitamine benötige der Körper aber für das Nervensystem und die Blutbildung. Würden Kinder damit nicht ausreichend versorgt, drohten ihnen bleibende Schäden, ihre Entwicklung der Feinmotorik, der Sprache und des Wachstums verzögere sich, und der Eiweißmangel könne zu Untergewicht führen. Bisweilen träten sogar Epilepsien auf. (Hamburger Abendblatt)

Mit 11,5 Prozent ist die Bio-Quote bei Eiern so hoch wie bei keinem anderem Lebensmittel. Dank des Zahlen- und Buchstaben-Codes, der seit dem Jahr 2000 auf jedes Ei gedruckt wird, kann jeder Verbraucher leicht entschlüsseln, ob ein Ei aus Bio-, Boden- oder Freilandhaltung stammt und wo es gelegt wurde. Gibt man in der App des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) den Code ein, erfährt man nicht nur die Adresse des Lieferanten, sondern kann sich auch Fotos des jeweiligen Bauernhofes ansehen, auf dem das Ei ausgebrütet wurde. Das Läusegift Fipronil, das verbotenerweise Desinfektionsmitteln beigemischt wurde, wurde somit auch nicht in Haushaltseiern aus dem Supermarkt entdeckt, sondern in von ihren Schalen befreiten und ultrahocherhitzten Flüssigeiern, die an die Lebensmittelindustrie und die Gastronomie verkauft und für Nudeln, Mayonnaise, Bratensoßen und Süßspeisen verwendet werden. Eine Kennzeichnungspflicht für Flüssigeier wäre somit naheliegend, damit auch Gastronomen ihren Gästen künftig unbedenklich Spiegeleier oder Omeletts zum Frühstück servieren können. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

Freak, Bild: Rebelzer

Deutscher Käse flutet die Schweiz

Die Schweizer Käseindustrie sorgt sich um den Verkauf bekannter Marken wie Emmentaler, Gruyére oder Appenzeller, der um 77 Tonnen zurückgegangen ist. Den Grund dafür sieht sie in zu hohen Produktionskosten, der Stärke des Schweizer Franken und zu niedrigen deutschen Milchpreisen, die dazu geführt hätten, dass der Import deutschen Billigkäses für Pizzen um fast 20 Prozent zugelegt habe. (Blick)

Neben Frankreich, Italien und Spanien zählt Kalifornien zu den größten Weinproduzenten weltweit. Weil dort ab Januar 2018 aber auch Marihuana legal angebaut und konsumiert werden darf, bangen Winzer schon jetzt um ihre Zukunft. Denn die Weed-Farmer zahlten ihren Arbeitern nicht nur höhere Stundenlöhne, sondern konkurrierten mit den Winzern auch um Anbauflächen. Zudem verzeichne man einen hohen Rückgang an mexikanischen Landarbeitern, seit US-Präsident Donald Trump am Ruder sei. (Spiegel Online)

Titelbild: Stan Shabs