Alles Schmuh?

Von wegen „Red Bull verleiht Flügel” — eine Tasse schwach gebrühter Kaffee mit vier Zuckerwürfeln erzielt eine ähnliche Wirkung wie die Energydrinks Kong Strong, Flying Power, Rockstar, Monster oder Red Bull.

Angeblich machen Energydrinks den Konsumenten bei Arbeit, Sport und Spiel wieder munter und sorgen für länger anhaltende Leistungssteigerungen. Laut Gesetz dürfen sie in Deutschland aber höchstens 32 Milligram Koffein pro 100 Milliliter enthalten — gut zwei Drittel weniger als Kaffee. Und ob die ebenfalls darin enthaltenen Wirkstoffe Taurin, Inosit und Glucoronolacton den Verbrauchern Flügel verleihen, ist wissenschaftlich auch nicht belegt.

Marktführer Red Bull

Anlass genug für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”, die Aufputschgetränke nicht nur einem Geschmackstest zu unterziehen, sondern ihre leistungsstärkende Wirkung auch zu hinterfragen. Fazit ihrer Recherchen: „Viel mehr als ein Getränk verkaufen die Unternehmen ein Versprechen” — dass man von Höchstleistungen immer nur einen Schluck entfernt sei.

Weil Energydrinks zudem zu viel Zucker enthielten und so dem Körper Flüssigkeit entzögen, kann Christine Graf vom Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule sie Leistungssportlern auch nicht empfehlen: „Wenn Energydrinks nachweislich die Leistung steigern würden, wären sie als Dopingmittel ohnehin verboten.” Das Bundesinstitut für Risikobewertung weise zudem auf eine mögliche schädigende Wirkung auf das Herzkreislaufsystem hin.

Monster

Davon mal abgesehen konnten die zwölf Teilnehmer einer Blindverkostung die Energydrinks auch nicht voneinander unterscheiden. Allein ein Monster-Fan habe seinen Lieblingswachmacher herausgeschmeckt, behauptet die FAS.