Fünf populäre Irrtümer

Macht Brot dick und Milch wirklich munter? Stärkt Vitamin C die Abwehrkräfte und ist Wasser aus der Flasche gesünder als welches aus der Leitung? Solchen Fragen geht das Wissenschaftsmagazin „Geo” in seinem Mythen-Check nach — und räumt darin mit so manchem populären Irrglauben auf.

Dass Brot für längere Zeit satt macht, ist unbestritten, aber macht es auch dick? Die Antwort könnte auch von Radio Eriwan stammen: Nein, es sei denn, man isst eine Scheibe Brot nach der anderen. Oder wie es im Mythen-Check von „Geo” heißt: „Dick wird man generell nur, wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als vom Körper verbrannt werden.” Anders verhalte es sich hingegen bei Süßwaren, deren Kohlenhydrate aus schnell wirkenden Einfachzuckern bestehen, die sofort ins Blut und auf die Hüften gingen, wenn man keinen Sport treibe.

Stärkt Vitamin C die Abwehrkräfte?

Populärer Irrtum: Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte

Hartnäckig hält sich auch der Irrglaube, dass Vitamin C vor Atemwegsinfektionen schütze. In Studien ließ sich das allerdings nicht stichhaltig nachweisen, allenfalls gab es Hinweise, „dass die prophylaktische Einnahme erhöhter Mengen dieses Vitamins die Dauer von Erkältungen ein wenig abkürzen kann”.

Entwarnung gibt „Geo” ebenfalls bezüglich gesundheitlicher Gefährdungen durch Pestizide und Nitrate, die aus der Landwirtschaft ins Trinkwasser gelangen. Bei Leitungswasser sei dies „so gut wie ausgeschlossen”. Außerdem enthielten die meisten Mineralwässer nur wenig mehr Mineralien als das Wasser aus dem Hahn in der Küche.

Und was ist mit dem Slogan „Milch macht müde Männer munter“, mit dem die Milchindustrie jahrelang für ihr Produkt warb? Die Überzeugungskraft des Slogans basiert „wohl eher auf der Alliteration als auf Fakten”, hat „Geo” herausgefunden. Denn Milch enthalte die Aminosäure Tryptophan, die in ausreichender Dosis schlaffördernd wirkt.” Richtig wäre also wohl eher: „Milch macht muntere Männer müde.“