Wasser als Statussymbol

Leitungswasser gilt hierzulande als sauberstes Wasser der Welt, nicht zuletzt, weil die kommunalen Wasserwerke gesetzlich verpflichtet sind, es täglich mikrobiologischen Tests zu unterziehen. Doch das hält die Verbraucher nicht davon ab, trotzdem zur Flasche zu greifen. Im Gegenteil — auch Wasserflaschen gelten als Statussymbol, obwohl es preislich günstigere Alternativen gibt.

Edel sei das Wasser, hilfreich und gut

Wasser als Statussymbol — Liz by Hassia

177 Liter in Flaschen abgefülltes Wasser trinkt jeder Bundesbürger pro Jahr. Damit liegt Deutschland in Europa auf Platz 2 hinter Italien (189 Liter), aber weit über dem EU-Durchschnitt (110 Liter). Seit 2015 am beliebtesten ist dabei Wasser mit wenig Kohlensäure (4,99 Mrd. Liter), auf Platz 2 hält sich Sprudelwasser (4,26 Mrd.). Immer mehr nachgefragt wird aber stilles Wasser (1,79), während Wasser mit Aroma (0,19 Mrd.) und Heilwasser (0,08 Mrd.) noch viel Luft nach oben haben.

Aroma

Bereits beliebter als Heilwasser — Wasser mit Aromen

Zwar hat die Stiftung Warentest in einem aktuellen Test nur jedes dritte Mineralwasser für gut befunden und keins als „sehr gut” bewertet, die Spuren aus der Landwirtschaft, der Industrie und Haushaltsabwasser, die in vielen Wassern entdeckt wurden, stellen jedoch kein Gesundheitsrisiko dar.

Am besten schnitten in der Untersuchung überraschenderweise die Billigwasser „Gut & Günstig” von Edeka und „Saskia” von Lidle ab (je 0,13 Euro pro Liter) sowie der „Franken Brunnen” (0,54 Euro). Auf Platz vier landete aber bereits Gerolsteiner, das in einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) 2016 die Rangliste anführte.

Viva

Viva con Agua — das soziale Gewissen trinkt mit

Freuen  kann man sich auch im Hause Viva con Agua, dem offiziellen Wasser der Gastro Vision. In diesem Jahr werden voraussichtlich erstmals mehr als 23 Mio. Flaschen des Wassers verkauft, von dessen Erlösen Trinkwasserprojekte in Äthiopien oder Uganda finanziert werden.