Anyone can cook

Die Idee zu Kitchen Stories kam Verena Hubertz und Mengting Gao während ihres BWL-Studiums beim Kochen. Weil sie nie das perfekte digitale Rezeptangebot fanden und die oftmals nutzergenerierten Textanleitungen sie irritierten, entwickelten sie eine App, die ein mobiles Kocherlebnis ermöglichen sollte. Eine Erfolgsstory.

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Vor vier Jahren ging’s los in Berlin mit 100 Rezepten und einem ersten eigenen Rezept für einen Manhattan Cheesecake. Das Startkapital wurde im Freundes- und Familienkreis gesammelt. Programmiert wurde alles von einem Studenten. Und da sich die beiden Gründerinnen keine Showküche leisten konnten, drehten sie die Rezepte zunächst  in einem Ferienhaus in Brandenburg.  Nur an der Rezeptentwicklung wurde nicht gespart: Hobbyköche testeten die von Profis entwickelten Rezepte auf ihre Alltagstauglichkeit.

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Kitchen-Stories-Office in Berlin-Kreuzberg

Das Konzept kam an und wurde bislang etwa 12 Millionen Mal runtergeladen, nicht zuletzt, weil Kitchen Stories für sein Design mit Apple- und Google-Awards ausgezeichnet und vom Apple Store massiv gefeatured wurde. Einer der größten Fans der Kitchen Stories ist denn auch der Apple-Chef Tim Cook, der Verena Hubertz und Mengting Gao bereits in ihrem Start-Up in einem Kreuzberger Loft seine Aufwartung machte und gemeinsam mit ihnen kochte.

Ohne Teamarbeit geht es nicht

Ohne Teamarbeit geht es nicht

Mittlerweile beschäftigt die App 27 Mitarbeiter, vom Programmierer über die Food-Redakteurin bis zur Finanzchefin. Hubertz und Gao setzen auf einen globalen Food-Markt und sind davon überzeugt, dass nicht jedes Land eine nationale Plattform brauche. Gleichwohl werden die Kitchen Stories in 12 Sprachen angeboten, wobei sie in China am erfolgreichsten sind, weil sich immer mehr Chinesen für einen westlichen Lifestyle interessierten. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Deutschland und die USA. Es gibt also noch Luft nach oben. Go for it!