Russland-Connections

Wenn US-Präsident Donald Trump Anfang Juli zum G 20-Gipfel nach Hamburg kommt, wird er sicherlich nicht nur freudig begrüßt werden. Denn auf Werbeflächen verkündet der in Hamburg ansässige Getränkeproduzent fritz-kola bereits jetzt, was er mit dem Politclown aus dem Weißen Haus am liebsten tun würde — ihn feuern.

Aber auch daheim in Amerika schlägt ihm seitens der Werbung nur Häme entgegen. So wirbt die Wodkamarke Smirnoff  in Anspielung auf die Ermittlungen wegen Trumps Russland-Connections in den USA mit dem Bekenntnis: „Made in America — aber wir wären glücklich, über unsere Verbindungen zu Russland unter Eid aussagen zu dürfen.” Neben der Wodka-Flasche steht auf den Plakaten passenderweise ein „Moscow Mule”, der in den 1950er Jahren wesentlich dazu beigetragen hatte, dass Wodka in den USA als Mix-Spirituose etabliert wurde.

Vielleicht nicht der beste Wodka aller Zeiten, aber mit ihm lässt sich Donald Trump besser ertragen

Mit einem Super Kale Cooler lassen sich der G 20-Gipfel und US-Präsident Donald Trump besser ertragen

Denn im Gegensatz zu Trump muss Smirnoff seine Russland-Verbindungen nicht geheimhalten. Die Anlagen der am Ende des 19. Jahrhunderts in Moskau gegründeten Destillerie Smirnow waren während der Oktoberrevolution konfisziert und ihre Inhaber vertrieben worden. Nach der Eröffnung einer neuen Brennerei in Paris hatten die Smirnows für ihren Wodka die lateinische Schreibweise ihres Namens bevorzugt und die Firma schließlich an Rudolph Kunett verkauft, der ihren Sitz in die USA verlegte.

Dort hatte Drinks America einst auch Trumps eigene Wodkamarke als „destillierten Erfolg” beworben. Die Produktion musste jedoch bereits nach vier Jahren 2011 wieder eingestellt werden, weil ihn kaum jemand kaufte. So sad, dabei war es doch der beste Wodka aller Zeiten.