Omas Küche lebt!

Superfoods wie Chiasamen, Quinoa oder Matcha-Tee verkauften sich im vergangenen Jahr so gut wie noch nie. Allein 1925 Tonnen Chiasamen wurden 2016 in Deutschland umgesetzt, im Jahr zuvor waren es nur 756 Tonnen gewesen. Der Grund für die gestiegene Nachfrage liegt auf der Hand: Superfoods stärken das Immunsystem, heben die Stimmung und machen schlank und fit. Dabei vergessen wird jedoch allzu oft, dass es auch Superfoods aus deutschen Landen und Lebensmittel gibt, deren wertvolle Inhaltsstoffe zu einer gesunden Ernährung beitragen und bei uns schon seit langem in jedem Haushalt zu finden sind. Wir stellen die zehn hierzulande gebräuchlichsten „Superfoods” vor.

1. Äpfel ersetzen den Arzt

An apple a day keeps the doctor away. Denn die darin enthaltenen  Pektine senken den Cholesterinwert und wirken Herzerkrankungen entgegen. Außerdem haben Äpfel weniger Nebenwirkungen als entsprechende pharmazeutische Produkte.

2. Bärlauch reduziert Schwermetallbelastungen

Beim Kauen von Bärlauch entstehen Sulfensäuren, die zu antibiotischen Substanzen gegen Pilze und Bakterien umgewandelt werden. Zudem reduziert der mit Knoblauch, Zwiebeln und Schnittlauch verwandte Bärlauch die Schwermetallbelastungen des Körpers.

3. Blaubeeren senken den Blutdruck

Dank antioxidativer Verbindungen wirken Blaubeeren entzündungshemmend und senken auch den Bluthochdruck.

4. Joghurt bringt die Psyche in Schwung

Joghurt schützt Bakterienkulturen, die, im Darm angelangt, die Psyche in Schwung bringen. Ein regelmäßiger Verzehr fördert so jene Gehirnareale, die für das Verarbeiten von Gefühlen zuständig sind.

5. Leinsamen lässt das Blut fließen

Die darin enthaltenen Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren dienen dem Aufbau von Nerven- und Gehirnzellen, tragen dazu bei, dass das Blut besser fließt, und heilen gereizte Schleimhäute in Magen und Darm. Leinsamen enthält zudem knochenstärkendes Kalzium und senkt den Cholesterinspiegel von Männern (Frauen haben genügend eigene Östrogene). Als Abführmittel geschmäht, weil er die Verdauung anregt, kann Leinsamen seine Wirkung aber nur entfalten, wenn man auch genug trinkt — sonst führt er zum Gegenteil, Verstopfung oder gar Darmverschlüssen. In einer Schwangerschaft sollte er ebenfalls vorsichtig genossen werden.

Olivenöl

Schlankmacher — Olivenöl hilft beim Abnehmen

6. Olivenöl hemmt Entzündungen

Frisch gepresstes Olivenöl ist ähnlich entzündungshemmend wie das Schmerzmittel Ibuprofen, mindert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, senkt den Cholesterinspiegel und reduziert das Gewicht, weil er dem Heißhunger entgegenwirkt.

7. Pflaumen entschlacken den Körper

Ideal bei Verstopfung, Arterienverkalkung oder Rheuma. Denn Pflaumen (oder Zwetschgen) entschlacken den Körper, weil das darin enthaltene Kalium entwässert und Giftstoffe ausspült. Ihr Fruchtzucker sorgt für Energie, und sie sind auch gut für die Nerven. Außerdem schützen sie vor freien Radikalen und senken den Cholesterinspiegel, den Bluthochdruck und das Risiko von Zwölffingerdarmgeschwüren.

8. Sanddorn steigert die Leistungskraft

Die Früchte des Sandorns beugen mit ihrem außerordentlich hohen Vitamin-C-Gehalt Erkältungen vor und macht freie Radikale unschädlich, die den Alterungsprozess der Zellen beschleunigen und die Entwicklung von Krebszellen begünstigen. Das ebenfalls darin enthaltene Vitamin B12 baut Fettsäuren im Blut ab, stärkt die Leistungskraft und mildert Depressionen. Zudem reduziert Sanddorn die Lust auf Süßes, Koffein und Nikotin, wirkt gegen Sodbrennen und Übersäuerung, Nachtblindheit und Arterienverkalkung und ist gut für Herz und Kreislauf. Ein wahres Superfood.

9. Tee schützt vor Karies

Bei der Fermentation entstehen Gerbstoffe, die das Wachstum von Plaquebakterien hemmen und so vor Karies und Entzündungen des Zahnfleisches schützen. Weil die darin enthaltenen Saponine die Fettverwertung ausbremsen, hat schwarzer Tee auch einen Abspeckeffekt. Das in grünem Tee enthaltene Epigallocatechingallat (EGCG) verbessert wiederum die Elastizität der Gefäße, senkt den Blutdruck und verhindert die Neubildung von Proteinverklumpungen bei Alzheimer- und Parkinson-Patienten.

10. Walnüsse sind Futter fürs Hirn

Walnüsse schützen nicht nur vor Diabetes und zu hohem Blutdruck bei Stress, sondern wirken auch Darmparasiten, Durchfall, Frostbeulen, Hautgeschwüren oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen und bremsen scheinbar die Ausweitung von Prostatakrebs. Doch damit nicht genug: Sie verbessern auch unsere kognitive Fähigkeiten und lassen den Verbraucher die richtigen Schlüsse ziehen, worauf er bei der Ernährung zu achten hat.