Say it loud — say it clear — Refugees are welcome here!

Die Stadt, in der Bela B seit vielen Jahren lebt, Hamburg, entwickelte sich 2016 zu einer Hochburg gelungener Willkommenskultur. „Ein wichtiges Bindeglied dabei war und ist das gemeinsame Essen”, wie der Schlagzeuger von Die Ärzte im Vorwort zu einem neuen Kochbuch des Verlags Kiezküche schreibt. „Das gemeinschaftliche Zubereiten und Teilen von Speisen” habe Menschen zusammengebracht und Nähe geschaffen, weshalb in „Refugees welcome” nicht nur Initiativen und Menschen wie Neven Subotic, Benny Adrion oder Dunja Hayali vorgestellt würden, die sich in der Flüchtlingshilfe besonders engagiert haben, sondern dieses Kochbuch auch Rezepte enthalte, „die von dieser Bewegung geprägt sind”.

Der gesamte Gewinn wird den Kiezhelden gespendet, einem sozialen Projekt des FC St. Pauli, und über den Verein an Flüchtlingsprojekte verteilt.

FUL 

Favabohnen mit Kichererbsen, Joghurt und Tomate

Dieses Bohnengericht ist in arabischen Ländern vor allem zum Frühstück weit verbreitet. Bei der Zubereitung gibt es oft regionale Unterschiede und mehr als 90 Variationen. Unsere Version stammt von Amir und Salah aus Syrien, wo Fleisch schon immer teuer war und vegetarische Gerichte deshalb eine gute und preiswerte Alternative bieten.

Zutaten für 4 Personen:

1 Dose Favabohnen (auch Saubohnen oder dicke Bohnen genannt)

1 Dose Kichererbsen

3 Knoblauchzehen

4 Esslöffel Tahini (Sesampaste)

1 Bio-Zitrone

200 Gramm Joghurt

Etwas Salz

2 Tomaten

Etwas Blattpetersilie (zum Garnieren)

Etwas Olivenöl nach Geschmack

1 Esslöffel Sesam (geröstet)

Ful — ein traditionelles arabisches Gericht, das nach Heimat schmeckt

Ful — ein traditionelles arabisches Gericht, das nach Heimat schmeckt

Zubereitung:

Die Bohnen und Kichererbsen in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser kurz abspülen. Dann bei mittlerer Temperatur in einem Topf erwärmen (nicht kochen). Den Knoblauch abziehen und klein hacken oder pressen. Die Tahini in einem Behälter geschmeidig rühren, damit sie nicht zu fest ist. Die Zitrone auspressen und die Schale abreiben. Dann die Tahini zusammen mit dem Joghurt und dem Knoblauch vermischen und mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Anschließend noch etwa 8 Esslöffel von dem warmen Bohnenwasser unterrühren, damit eine flüssigere Sauce entsteht.

Die Bohnen und Kichererbsen abgießen, zum Joghurt geben und unterrühren. Danach die Tomaten würfeln und die Petersilie klein schneiden. Dann beides auf den Joghurt geben, nach Belieben mit Olivenöl beträufeln und mit Sesam und etwas Zitronenschale garnieren.

Tipp: Ful schmeckt am besten zusammen mit arabischem Brot. Wenn man es in kleinere Stücke reißt, kann man es hervorragend mit den Fingern essen. Es darf aber natürlich auch ein Löffel benutzt werden. Als Beilagen empfehlen sich Oliven, Radieschen, milde Peperoni oder frische Gurkenscheiben.

 

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Jean Graisse / Kiezküche — Refugees welcome (Euro 24,90).

Erhältlich in den Fanshops des FC St. Pauli, ausgewählten Buchhandlungen oder unter www.kiezkueche.com