Auf der Gastro Vision begegnen wir immer wieder Entscheidern, die ein hohes Ansehen in der Gastronomie und Hotellerie genießen. Aber was sind das für Leute? Was denken und was fühlen sie, wovon träumen sie und was würden sie gerne noch einmal erleben? Unser Fragebogen gibt Auskunft.

Heute: Madeleine Marx (General Manager im Scandic Hamburg Emporio)

 

Dass auch sie eines Tages in der Hotelbranche landen würde, wurde Madeleine Marx sozusagen in die Wiege gelegt, als sie in Baden-Württemberg zur Welt kam, denn auch ihre Eltern und Großeltern waren bereits in der Hotellerie und Gastronomie tätig. So verdiente sie ihr erstes Geld im Hamburger Restaurant Sellmer ihres Vaters und ließ sich nach dem Abitur zur Hotelfachfrau im Hotel Vier Jahreszeiten ausbilden. Nach Aufenthalten in London, Paris und Boston und einem Masterstudium in Hospitality Management avancierte sie erst zur Front Desk Managerin des ersten deutschen Marriott-Hotels und schließlich zur stellvertretenden Direktorin. Seit November 2014 leitet sie das Hamburg Emporio der schwedischen Hotelgruppe Scandic.

Um sich fit zu halten, geht die reiselustige Mutter eines 18-jährigen Sohnes joggen, spielt Tennis und fährt Ski. Und zur Entspannung liest sie bei einer Tasse Tee ein gutes Buch oder trifft sich mit Freunden zum Abendessen.

Mit wem hätten Sie gerne mal ein Dinner for Two — und warum?

Mit Indra Nooyi (CEO von PepsiCo), weil sie als einige der wenigen Frauen seit 10 Jahren ein so großes und erfolgreiches Unternehmen in einem harten Wettbewerbsumfeld führt.

Wem haben Sie es zu verdanken, dass Sie heute der sind, der Sie sind?

Ganz vielen, aber besonders: meiner Großmutter, meinen Eltern, meinen engsten Freunden (m/w), meinem Sohn, meinen Chefs und engen Kollegen (m/w) an diversen Arbeitsplätzen.

Bei wem müssen Sie sich noch entschuldigen — und wofür?

Allenfalls bei meinem 18-jährigen Sohn, weil ich viel weniger zu Hause war als andere Mütter.

Madeleine Marx

Lady Power — Madeleine Marx

Ihr erster Drink?

Erster Schluck Rotwein, den mein Vater mir anbot, als ich 12 war. Scheußlich und somit abschreckend. Er wusste, was er tat.
Zwischen 18 und 20 war dann Gin mit Aprikosensaft mein absolutes Highlight.

Ihr Lieblingsessen?

Süß: Kaiserschmarr’n mit Zwetschkenröster.
Deftig: Kalbsleber Berliner Art.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Diverse Trekkingreisen, u.a. in Bhutan.

Würden Sie heute noch einmal alles genauso machen — und was nicht?

Ja. Eventuell hätte ich noch gern einen weiteren Auslandsaufenthalt in Asien oder Australien gemacht.

Ihr Held in der Geschichte — und heute?

Martin Luther King. Und heute: alle Menschen, die in Kriegsgebieten freiwillig Einsatz leisten, um verletzten und bedrohten Menschen zu helfen.

Welche natürliche Begabung hätten Sie gerne?

Singen und Klavierspielen.

Madeleine Marx

Blickt stets optimistisch in die Zukunft — Madeleine Marx

Ihr wichtigster Charakterzug?

Fröhlich und optimistisch in die Zukunft zu blicken und ebenso auf alle Menschen so zuzugehen.

Ihr Credo?

„Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.“ (Jean Anouilh)

Wo würden Sie gerne leben?

Da, wo ich bin, nämlich in der schönsten Stadt der Welt – „Hamburch, meine Perle“.

Welche drei Gegenstände würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?

Eine Kühlbox mit leckeren Snacks und Getränken, ein tolles Buch und ein Boot, damit ich verschwinden kann, wenn mir langweilig wird.