Krumme Dinger

Die europaweite Oxfam-Kampagne für menschenwürdige Arbeitsbedingungen im Ananas- und Bananenanbau fängt an, sich auszuwirken.

In Costa Rica sollen die Plantagenarbeiter des wichtigsten Ananas-Lieferanten der deutschen Supermarktkette Lidl sozialversichert werden und einen Mindestlohn erhalten. Und sie müssen auch nicht mehr aufs Feld während dort Pestizide versprüht werden, sondern erst, wenn der Pestizidgeruch schon an den tropischen Früchten hängt.

Und auch in Ecuador gab es bei Lidls Bananenlieferanten ein paar Verbesserungen des Gesundheitsschutzes. Dort erhalten die Arbeiter nun kostenlos Schutzkleidung — so wie es das Gesetz vorschreibt.

Oxfam-Botschafter Ole Plogstedt (rechts) auf der Gastro Vision 2013

Oxfam-Botschafter Ole Plogstedt (rechts) auf der Gastro Vision 2013

Die globale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam, die Lidl dazu bewegen will, sich für bessere Arbeitsbedingungen und den Umweltschutz in Mittelamerika einzusetzen, wertet diese Verbesserungen als kleinen Erfolg. Allerdings sei das Grundwasser in einigen Gebieten Costa Ricas schon so verseucht, warnt Oxfam, dass die Versorgung mit Trinkwasser gefährdet sei. Viele Arbeiter litten unter Übelkeit, Schwindelanfällen und Hautausschlägen und würden regelrecht ausgebeutet.

Die Übergabe von 75.000 Unterschriften einer Petition, die Oxfam und ihr „Botschafter“, der Rock’n’Roll-Caterer und TV-Koch Ole Plogstedt, gesammelt haben, um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, scheiterte allerdings daran, dass Lidl sich weigerte, sie entgegenzunehmen.

Was dann geschah, sehen Sie hier: