Hyper, hyper!

Momentan vergehe kaum eine Woche, klagte der Hamburger Barkeeper Uwe Christiansen kürzlich im „stern“, in der nicht „irgendein neuer Gin“ auf den Markt komme. Seit Hendrick’s den Hype vor sieben Jahren mit einer coolen Flasche und einem leichten Gurkenaroma angestoßen hat, sehen Christiansen und andere namhafte Mixologen den Trend zu immer neuen Kreationen mittlerweile kritisch: Viele Spirituosen seien schlichtweg zu teuer, und von den vielen kleinen Marken schaffe es kaum eine in den Supermarkt, wo weiterhin hauptsächlich Gordons, Beefeater und Hendrick’s angeboten würden.

Gin Sul

Gleichwohl ist der Absatz von Gin nicht nur in Deutschland kräftig gestiegen, und allein in Hamburg werden fünf verschiedene Gin-Sorten produziert, darunter auch der Skin Gin, für den neben Wacholderbeeren auch marrokanische Minze, spanische Pink Grapefruits, italienische Limetten und Zitronen und vietnamesischer Koriander verwandt werden und dessen Flasche mit einer heißgeprägten Lederfolie in verschiedenen Designs umwickelt ist. Seit Skin Gin erstmals 2015 auf der Gastro Vision vorgestellt wurde, konnten 14.000 Flaschen davon verkauft und in acht Länder exportiert werden.

Skin Gin

 

 

Inzwischen kommt niemand mehr an dem Trend vorbei. Zu einem Gin-Tasting der besonderen Art — auf einem Maschseedampfer — lädt Oscar’s Bar in Hannover ein. Aufgrund der großen Nachfrage für eine Ausfahrt am 10. September wurde das für den 27. August geplante Whisky-Tasting durch ein weiteres Gin-Tasting ersetzt. Inklusive kulinarischer Untermalung liegt das Glasgeld bei 69 Euro pro Teilnehmer. Kurzentschlossene sollten schnell zum Telefon greifen und sich einen Platz reservieren: 0511 – 23 52 434.