Torten pflastern seinen Weg

Seitdem der 1951 in Münster geborene und seit mehr als 30 Jahren in Berlin lebende Selfmade-Adlige Lo Graf von Blickensdorf aus seiner Liebe zu süßem Gebäck keinen Hehl mehr macht, gilt er unter Konditoren als Förderer der Kaffeehauskultur. Gemäß seinem Motto „Ohne Torte und Gebäck hat das Leben keinen Zweck!“ postet er auf seiner Facebook-Seite unermüdlich Bilder von Tortenstücken, auf denen Spielzeugfiguren Tischtennis spielen, sich auf einer Bank ausruhen oder ein Selfie schießen.

Torte 8Nach einer Lehre als Schriften- und Plakatmaler und einer Ausbildung in Malerei, Film und Fotografie hatte der passionierte Tortenesser eine Zeit lang Gags für die „Harald-Schmidt-Show“ geschrieben und sich als Lay-Outer beim Berliner Stadtmagazin „Zitty“ verdingt, bevor er den Ratgeber „Werden Sie doch einfach Graf!“ (Rotbuch) veröffentlichte und von der „Bildzeitung“ zu einem der 25 peinlichsten deutschen Adeligen gekürt wurde

KäsespießeSeiner Karriere tat das jedoch keinen Abbruch — längst zählt der Tortenblogger zu den „111 Berlinern, die man kennenlernen sollte“, und für das Magazin der Gastro Vision zeichnet Graf Lo von Blickensdorf nun in loser Reihenfolge Karikaturen und Cartoons. Willkommen im Club, Graf!