Boris Lauser, Foto: Gastro VisionEuropas bekannter Rohkost-Chef, Boris Lauser, hat auf der Gastro Vision gezeigt, was vegane Gourmetküche kann. Im Journal des Branchentreffs verrät er nun, wie es geht: Kürbis-Linguine.

So gelingt vegane Kürbis-Linguine

Dieses feine Nudelgericht lässt sich ganz einfach, ohne besonderes Werkzeug zubereiten. Die Aromen von Pilzen, Walnüssen und frischen Kräutern ergänzen sich hier zu einer harmonischen, herbstlichen Komposition.

Zutaten für vier Portionen

1 kg Muskat-Kürbis ohne Schale und Kerne
1 Teelöffel Salz
5-6 Esslöffel Walnuss- oder Olivenöl
10 Walnüsse
2 Knoblauchzehen
1/2 rote Zwiebel
8 große Pilze (Kräuterseitlinge, Champignons oder Shitake)
10 sonnengereifte Tomatenhälften
12 sonnen- oder baumgetrocknete Oliven
1 große Handvoll frische Kräuter (Wildkräuter, Petersilie oder Basilikum)
2 Esslöffel Blaumohn
2 Teelöffel Zitronensaft
2 Teelöffel Tamari oder Balsamico
2 reife Hass-Avocados

Die Zubereitung

Den Kürbis schälen und entkernen. Mit einem Gemüseschäler Linguine schneiden, mit Salz und 3 bis 4 Esslöffeln Öl einmassieren und mindestens zehn Minuten ziehen lassen, am besten im Dörrautomat bei 65 Grad, das macht sie etwas weicher. Ausdrücken ist danach nicht nötig, da Kürbis nicht wie Zucchini Wasser zieht.

Die Walnüsse zwei Stunden einweichen oder am besten bereits eingeweichte und getrocknete verwenden. Den Knoblauch schälen und klein hacken. Die Zwiebeln schälen, in feine Ringe schneiden oder ebenfalls klein hacken. Die Pilze putzen, mit den Tomaten in dünne Streifen schneiden. Wenn die Tomaten sehr hart sind, vorher in ganz wenig Wasser einweichen. Die Oliven entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Kräuter waschen, trocken schleudern und klein hacken. Die Walnüsse grob hacken.

Alle vorbereiteten Zutaten zusammen mit Blaumohn, restlichem Öl, Zitronensaft und Tamari mit den Kürbis-Linguine gut mischen. Die Avocados halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch würfeln. Ebenfalls dazugeben, vorsichtig mischen, damit die Würfel noch ganz bleiben, aber die Soße ein wenig cremig machen.

Die Pasta auf Tellern anrichten und mit Thymian garnieren. Mit einer feinen Reibe die Paranüsse darübergeben oder etwas Paranuss-Parmesan darüberstreuen.

(Zeitaufwand: 2 Stunden einweichen, 30 Minuten zubereiten)

So mag es Boris Lauser auch

Man kann auch Butternuss- oder Hokkaido-Kürbis oder eine andere weiche, leicht süßliche Sorte verwenden. Statt Kürbis kann man auch ein Kilogramm Zucchini mit dem Gemüseschäler in Linguine schneiden und mit Salz einmassieren. Anstelle von Walnüssen und Walnussöl kann man auch Haselnüsse und Haselnussöl verwenden.

Mehr als 100 Rezept verrät Boris Lauser in seinem Kochbuch

9783440148778Weitere feine Gerichte aus der veganen Rohkostküche zum Nachmachen verrät Boris Lauser in seinem neuen Kochbuch „Go Raw be alive“. Für das Online-Journal der Gastro Vision haben wir schon einmal darin geblättert.

Vielen Dank an Boris Lauser und den Kosmos Verlag, die uns das Rezept zur Verfügung gestellt haben.

Fotos: (c) Rafael Pranschke / Go raw – be alive!, Kosmos Verlag