Geschirr, Foto: Gastro Vision

Aufgetischt: Auf der Gastro Vision wurden aktuelle Geschirrtrends vorgestellt.

Weiß und rund war gestern. Der neue Geschirr-Trend liegt in der Kombination von Teller, Tasse und Co. Wo die Tischkultur hinsteuert und welches Material dem Dauerbrenner Porzellan Konkurrenz macht, das verrät Frederik Brütting, Key Account Manager Hotels Deutschland bei Arc International France.

Herr Brütting, die Arc International France vertreibt in mehr als 160 Ländern Konzepte für Tischkultur. Kann man beim Thema Geschirr überhaupt über Trends sprechen?

Frederik Brütting: Trends sind klar feststellbar, die meines Erachtens über den Zeitraum von mehreren Jahren wechseln.

Als Key Account Manager kennen Sie die aktuellen Trends in der Sparte Geschirr. Was ist bei Gastronomen und Hoteliers zurzeit angesagt?

Brütting: Es geht weg von dem klassischen Geschirr mit weißer Farbe und runder Form. Weiterhin wird nicht mehr eine einzige, komplette Kollektion verwand. Stattdessen kombiniert man gerne verschiedene Kollektionen oder Einzelartikel, die sich in Farbe, Form, Dekoration oder Relief unterscheiden – abgestimmt auf das jeweilige Gericht.

Welches Material, welche Formen und welches Design sind denn dabei gern nachgefragt?

Brütting: Neben dem Dauerbrenner Porzellan etabliert sich unser Material „Zenix“ immer mehr. Besonders aktuell sind organische Formen und der Vintage-Style, aber auch Artikel mit Farbe oder Dekoration bzw. Relief. Besonders beliebt bei Arc international sind die widerstandsfähigen Artikel aus gehärtetem Glas der Marke „Arcoroc“. Aber auch die Nachfrage nach dem Stielglaskollektionen der Marke „Chef&Sommelier“ kann sich sehen lassen.

So vielseitig wie Ihr Angebot, so speziell sind bestimmt auch die Kundenwünsche. Wie sehen Ihre Lösungen aus?

Geschirr, Foto: Arc International France

Die Kelchform der Stielglaskollektion „Sublym“ ist auf dem deutschen Markt gefragt.

Brütting: Hier möchte ich gerne zwischen der Nachfrage des Marktes allgemein und den speziellen Wünschen einzelner Kunden unterscheiden: Unsere äußerst erfolgreiche Stielglaskollektion „Sublym“ entstand aufgrund allgemeiner Nachfrage des deutschen Marktes nach dieser Kelchform. Spezielle Kundenwünsche nach Dekoration mit Unternehmensfarben- oder Logos realisiert unsere Dekorationsabteilung regelmäßig. Aktuell arbeiten wir auch an exklusiven Glasformen für verschiedene Unternehmen.

An welchen neuen Produkten arbeitet die Arc international zurzeit bzw. welche Innovationen planen Sie für die nahe Zukunft?

Brütting: Die Schwerpunkte liegen bei der Erweiterung der Geschirr-Kollektionen aus unserem Material „Zenix“, sowie der Kollektionen der Marke „Chef&Sommelier“.

Ein neues, revolutionäres Material für unsere Stielglaskollektionen der Marke „Chef&Sommelier“ präsentieren wir am 19. Mai 2016 in Paris.

Die Arc International vertreibt in mehr als 160 Ländern komplette Konzepte für Tischkultur. Durch ihr großes Know-how in der Glasherstellung hat sich die Unternehmensgruppe international entwickelt und durch die Aufnahme anderer Materialien neben Glas in ihr Sortiment ihr Angebot angepasst. Sie beschäftigt weltweit 12.200 Mitarbeiter, davon circa 8.000 in Frankreich und hat 2009 einen Umsatz von 1 Milliarde Euro erwirtschaftet.