Förderpreisgewinner 2016 Bastian Senger und Bastian Muschke, Foto: Gastro Vision

So sehen Sieger aus: Förderpreisgewinner Bastian Senger und Bastian Muschke mit ihrem neuen Getränk Caté.

Die Suche nach dem Gewinner des Gastro Vision Förderpreises für 2017 hat begonnen. Unterdessen haben wir bei den amtierenden Preisträgern Bastian Muschke und Bastian Senger nachgehakt, wie sich ihr ausgezeichnetes Erfrischungsgetränkt Caté und ihre Firma Ba Buna Beverages GbR entwickeln.

Ihr habt vor kurzem den Förderpreis der Gastro Vision gewonnen, was war das für ein Gefühl?

Bastian Senger: Bei uns war zunächst große Verblüffung angesagt und dann ganz fix überwältigende Freude gemixt mit etwas Scharm. Während der Verkündung haben wir gerade rumgeschärzt und Spaß gehabt, wie wir es gerne mal machen, wenn wir aufgeregt sind. Wir haben nicht wirklich mit dem Sieg gerechnet, weil wir noch total unerfahren auf solchen Veranstaltungen waren und es so viele tolle Mitbewerber mit spannenden Ideen gab. Die Freude war natürlich riesen groß und die Stimmung hinterher super herzlich mit der Jury und den weiteren Teilnehmern.

Wie war die Resonanz bei Freunden, Familie und im Bekanntenkreis?

Bastian Muschke: Alle Menschen in unserem engeren Kreis sind seit Anfang an mit genauso viel Herz und Power dabei wie wir. Wahrscheinlich liegt das daran, dass bei uns die Werte im Fokus stehen, die ja auch Freunde und Familien verbinden. Wir wollen in erster Linie die Kaffeeregionen unterstützen. Das heißt Beziehungen und Vertrauen aufzubauen. Unser Projekt verlangt allerdings auch viel Geduld von allen, weil wir nicht mit einem Hightech-Produkt durch die Decke gehen, sondern im Aufbau unseres Konzepts viel Zeit und Ausdauer brauchen.

Förderpreisgewinner 2016 Bastian Senger und Bastian Muschke, Foto: Gastro Vision

Bastian Senger und Bastian Muschke nehmen den Förderpreis von Klaus Klische, Initiator der Gastro Vision, entgegen.

Wie fühlt es sich an, eine Firma zu gründen?

Bastian Senger: Das ist schwierig zu sagen. Es ist ja nicht so, dass wir gesagt haben „Komm, gründen wir mal eine Firma“. Es ist eher so, dass die Gründung einen immer begleitet, mit allen Ecken und Kanten. Am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass eine Gründung ist, wie ein Buch zu schreiben. Man kann sich die grobe Geschichte, die man schreiben will vorstellen. Aber man kann es nicht bis ins Detail durchplanen. Das Projekt entwickelt eine eigene Handschrift, durch alle Akteure. Das ist spannend und macht viel Freude.

Würdet Ihr rückblickend alles genauso machen oder was würdet Ihr ändern?

Bastian Muschke: Wir haben ja durch all die Erlebnisse, Gespräche und Fehler sehr viel gelernt. Wenn wir dann manchmal reflektieren und überlegen, wie es zu gewissen Situationen gekommen ist, würden wir im Nachhinein sicherlich an vielen Punkten etwas anders machen. Trotzdem sind wir sehr zufrieden mit dem Zustand, den wir bereits erreicht haben.

Welchen Tipp würdet Ihr anderen Gründern geben?

Bastian Muschke: Sucht euch eine Idee, für die Ihr brennt. Und dann heißt es am Ball bleiben und mit Geduld die Ziele verfolgen. Freut euch über jeden Kontakt und Input, den Ihr von anderen Leuten bekommt. Dann wird es immer weiter gehen.

Wo kann man Caté eigentlich bekommen?

Bastian Senger: Momentan sind wir in der Kernregion Hamburgs vertreten, Schanze, Altona, St. Pauli, Speicherstadt, etc. Ableger gibt es in Lübeck und auf Baltrum. Also noch recht Norddeutsch. Der Onlineshop ist allerdings im Aufbau, worüber man uns dann überall beziehen kann, wo es Internet gibt. Außerdem wollen wir Caté demnächst in den großen Metropolen und dann recht bald auch national in Cafés und Bars vertreiben. Dafür müssen wir noch die Strukturen aufbauen. Das wächst bei uns organisch.

Was sind konkret eure nächsten Schritte?

Bastian Muschke: Wir werden unsere Rohstofflieferanten in Panama, Äthiopien und Honduras besuchen und schauen, welche Kleinbäuerlichen Kooperativen wir mit unseren Mitteln unterstützen können. Für ländliche Regionen sind Wasserversorgung, Sanitäranlagen und Energie die wichtigsten Faktoren für die Grundversorgung. Wir wollen von Beginn an mit unseren Partner zusammenarbeiten und mit allen Mittel unterstützen.

Habt ihr noch weitere Ideen?

CatéBastian Senger: Wir experimentieren natürlich an weiteren Geschmäckern. Zudem schauen wir was man sonst noch aus den Kaffeekirschen machen kann. Außerdem wollen wir die Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfe-Initiativen, wie der GIZ oder den Ingenieuren ohne Grenzen aufbauen. Um auch hier den Kreis zu schließen, treiben wir die Weiterentwicklung für unsere Kunden in Deutschland und unseren Partnern auf den Kaffeefarmen parallel voran.

Weitere Infos unter www.cate-original.com und info@cate-original.com