Die Aussteller sind abgereist, die Messestände und die Kunst abgebaut. Die Gastro Vision 2016 ist passé. Im Hamburger Empire Riverside Hotel ist der Alltag wieder eingezogen.

„Wir nehmen viele neue Kontakte mit nach Hause“, sagen die diesjährigen Förderpreisgewinner Bastian Muschke und Bastian Senger. Die beiden Erfinder des Getränkes „Caté“ haben den Branchentreff genutzt: Sie rührten für ihr neu entwickeltes Erfrischungsgetränk, das aus frisch gebrühtem Tee aus naturgetrockneten Kaffeekirschen besteht, ordentlich die Werbetrommel.

Unter dem Motto „Gastro Vision ist Kunst“ hatte das Businessforum an fünf Tagen mehr als 3000 Besucher in die zweite und dritte Etage des Empire Riverside Hotels auf St. Pauli gelockt. Etwa 150 Aussteller präsentierten dort Trends und Produkte für Hotellerie, Gastronomie und Catering. Die Bilanz fiel positiv aus.

Aussteller werben mit viel Engagement

Gründer Philipp Festge erklärt das Konzept von Bitebox. Foto: Gastro Vision

Gründer Philipp Festge erklärt das Konzept von Bitebox.

„Wir sind in Hamburg schon recht bekannt“, erklärte Philipp Festge, Gründer und Geschäftsführer von Bitebox. Sein Snack-Konzept richtet sich vor allem an Büros. „Die Messe ist gut, um neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.“

„Wir machen unseren Powerjack bekannter“, sagte ein Vertreter der gleichnamigen Firma. In einem Bauchladen trug der agile junge Mann eine Ladestation mit rund zehn kleinen Handy-Akkus vor sich her. „Ja, der Bauchladen wird auf Dauer etwas schwer, aber immer in Bewegung erreichen wir die meisten Menschen. Unser Produkt ist vor allem für die Hotellerie interessant.“

„Unsere elektronische Gästemappe ist noch recht jung, aber schon in mehreren Hotels zu finden“, erzählte Philipp Macke, Sales Manager von Suitpad. Er hoffe natürlich, dass sich nach der Messe neue Geschäftskontakte ergeben.

Heiß gefragte und brandneue Höhepunkte der Gastro Vision

Ludwig "Lücke" Maurer: „Weniger, aber dafür besseres Fleisch.", Foto: Gastro Vision

Ludwig „Lücke“ Maurer: „Weniger, aber dafür besseres Fleisch.“

Zu den Höhepunkten der Gastro Vision 2016 zählte der heiß gefragte Beef Club, in dem Ludwig „Lucki“ Maurer die Qualitätsmerkmale von hochwertigem Fleisch erklärte. Interessenten konnten ihm dabei in die „Sous Vide Garer“ und in die Pfannen schauen, bevor sie selbst probierten. Thema war dort vor allem das wachsende Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein beim Fleischkonsum. „Weniger, aber dafür besseres Fleisch“ fasste Ludwig Maurer kurz zusammen.

Gedrängel gab es auch regelmäßig rund um die Koch-Show Stage of Taste, bei der sich Köche wie Stefan Marquard und Raw-Food-Experte Boris Lauser mehrmals täglich den Kochlöffel in die Hand gaben.

Fair-Trade-Anhänger, Vegetarier und Veganer kamen dagegen in der Nature Taste Area der Messe voll auf ihre Kosten. Und innovative Produkte aus den Themenbereichen Handcrafted, Artisan und Organic Food wurden den Besuchern im neuen Themenraum „Super: new. fancy. cool.“ vorgestellt.

„Qualität ist unser Leitthema“

„Wir legen den Fokus auf neue Entwicklungen und wollen den Austausch in der Branche fördern. Qualität ist dabei unser Leitthema“, erklärt Klaus Klische, Gründer der Gastro Vision.

Das gilt auch für das kommende Jahr. Die Vorbereitungen für die Gastro Vision 2017, die vom 17. Bis 21. März stattfindet, sind schon angelaufen. Und während Aussteller und Besucher inzwischen wieder ihrem normalen Tagesgeschäft nachgehen, heißt es für das Team: Nach der Gastro Vision ist vor der Gastro Vision.

Gastro Vision Eingang, Foto: Gastro Vision

Die Gastro Vision öffnet vom 17. bis 21. März 2017 wieder ihre Türen.